Eintrag · Rheinisches Wb.
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Kotten II ein Wort des Westerw (auch noch Kobl-Kapellen Stolzenfels), Berg bis einschl. Ruhr, Rip [nicht Malm, Monsch, Aach (nur Warden), Jül (nur Spiel)], von Neuss, Grevbr, MGladb, Erk-Borschemich, Kemp, Geld, Mörs (s. 2 a), u. zwar kǫtən Sg. u. Pl., Demin. ktχə(n), –tšə(n) (s. 2 a besondere Formen) m.: 1.a. die am Wasser gelegene Werkstätte u. Behausung des Schlipers (Schleifers), der Schlipkotten Schleifmühle (s. d.) Wupp, NBerg. — b. Werkstätte im allg. Sinne ebd. — c. kleines Anwesen mit ein oder zwei Kühen ebd., Ruhr. RA.: Et geiht better van en Hoff as van en K. an die Leistungsfähigkeit eines wohlhabenden Mannes kann man grössere Ansprüche stellen als an die eines unbemittelten Ess. — d. verächtl. altes, baufälliges Haus, elende Hütte; ech wöll, der ale K. flög enen goden Dag zesammen; durch den alen K. feg der Wengk (Wind) an allen Ecken on Kanten eren; der ale K. es jo net mih weərt, dat mer en anstech Altk (Sieg), Rip, Berg, Mörs-Orsoy; -ōət- Siegld. RA.: De K. es leddig das Nest ist ausgeflogen, alle sind weg Wermelsk. — 2.a. ein 8—10 Fuss hoher aufgesetzter Haufen Heu in der Wiese, bald gar zum Einfahren (ferdege K.), u. zwar kǫtə(n) Sg. u. Pl., Demin. ktχə(n), –tšə(n) [kǫdə(n) Neuw, Altk, Ahrw vielfach, Eusk-Ahrem, Bergh-Garsd, MGladb-Bockert Beberich Engelbleck Giesenk Hoven Windbg; kǫrdə Altk-Hüttenhf Isert Sörth; kōətər, –ūə- Wippf, Lennep-Lüttringhsn; -ōə- Grevbr-Beckr Wickr; kǫt, Pl. -tə Köln-Merh, Bergh-Elsd Quadr, MGladb-Bettr; ktən Mettm (ktəs Pl. Velbert), vielfach in Düss (u. -ə-; -ǫu- Volmerswerth), Ruhr, Dinsl; kōətə, Demin. ktšə MGladb-Clörath Neersen NHeide, Kemp (Demin. kǫtšə Eicken Grefr), Kref; -t- Demin. kǫtšə Mörs, Geld-Gelinter Harzbeck Hinsbeck Wachtendonk (krtə Mörs-Bliesh Hörstgen] Verbr. s. Wk. IV 27; et Heu (Gras) op K. kämme (mache, setze, trecke, häufe); de K. ömdrähje; kleinere K., die man des andern Tages zum weiteren Trocknen mit dem Rechen leicht auseinanderspreiten kann; droht ein Gewitter, so werden schnell kleinere Wedderk. zusammengeharkt; s. auch Gaffel-, Härk-, Mollk., Heu-, Grumichs-, Klik. (Klee-). — b. von Getreide seltener, Haufen Wicken im Felde uWupp; Garben Getreide jeder Art, zu einem runden Haufen auf dem Felde zusammengestellt Sieg-Scheiderhöhe; 12—14 Haferschobben, derart zusammengestellt Köln-Widdersd; K. legen Garben bis zum Dreschen unter Dach aufbewahren Sieg-Birk; s. Wk. III 12. — c. übertr. scherzh. Kothaufen Ahrw-Remag.
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DialektKotten II
Rheinisches Wb.
Kotten II ein Wort des Westerw (auch noch Kobl-Kapellen Stolzenfels ), Berg bis einschl. Ruhr, Rip [nicht Malm , Monsch …
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Kompositum 2
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Cotta, M. (2026). „kottenii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kottenii/rhwb?formid=K13938
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Cotta, Marcel. „kottenii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kottenii/rhwb?formid=K13938. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „kottenii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kottenii/rhwb?formid=K13938.
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