Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Konkordanz f.
Konkordanz f.
Konkordanz f. alphabetisches Verzeichnis von Wörtern oder sachlich zusammengehörigen Textstellen bei einem Schriftsteller bzw. aus einem oder mehreren literarischen Werken (besonders der Bibel), entlehnt (16. Jh.) aus mlat. concordantia ‘Übereinstimmung, Parallelstelle’, z. B. (Bibliae) concordantiae (Plur.), zu lat. concordāre ‘in Einklang stehen, übereinstimmen, harmonisieren’, einer Bildung zum Adjektiv concors ‘eines Herzens und eines Sinnes, einträchtig, übereinstimmend’, vgl. lat. cor (Genitiv cordis) ‘Herz, Gemüt, Seele’. Konkordanz wird auch im Sinne von ‘Einklang, Übereinstimmung’ (ebenfalls seit dem 16. Jh.) gebraucht, steht heute in der Biologie für ‘übereinstimmendes Merkmal’ (bei Zwillingen), in der Geologie für ‘ohne Störungen oder Verwerfungen verlaufende Lagerung von Sedimentgesteinen’. – Konkordat n. ‘Übereinkommen, Vertrag’ zwischen einem Staat und der katholischen Kirche (dem Vatikan), Concordat (18. Jh., Adelung), aus mlat. concordatum n. ‘Übereinkunft’, hervorgegangen aus dem Part. Perf. lat. concordātum von lat. concordāre (s. oben). Einfluß von gleichbed. frz. concordat (16. Jh.) ist wahrscheinlich.