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kokeln

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

kokeln

kokeln

gaukeln Vb. ‘flattern, schwankend fliegen, auf spielerische Art täuschen, Zauberei treiben’, ahd. gougalōn (10. Jh.), mhd. gougeln, jünger goukeln ‘Zauberei, Taschenspielerkünste, Possen treiben’, mnd. gȫkelen, nl. goochelen gehören zu einem Substantiv, das in ahd. gougal (11. Jh.), mhd. gougel, goukel ‘Zauberei, Taschenspielerei, närrisches Treiben’ belegt ist. Nebenformen begegnen in omd. nordd. gokeln, kokeln Vb. ‘unvorsichtig mit Licht und Feuer spielen’. Die Herkunft ist unbekannt. Als wahrscheinlich verwandte Formen (teilsweise ablautend) können verglichen werden mnl. gūchelen, nl. guichelen ‘spotten’, guich ‘Grimasse’, ferner ahd. gougarōn (um 800), mhd. gougern ‘umherschweifen’, mhd. gogel Adj. ‘ausgelassen, lustig’, Subst. ‘ausgelassener Scherz, Possen’, gogen, gogelen ‘sich ausgelassen gebärden, hin und her gaukeln, flattern’, giege(l) ‘Narr, Betörter’ (öst. Gigerl ‘Kleidernarr’). – Gaukler m. ‘Taschenspieler, Zauberkünstler, wer einem anderen etw. vormacht’, ahd. gougalāri (9. Jh.), mhd. gougelære, goukelære; vgl. auch aengl. gēog(e)lere, das allerdings von afrz. jogleor ‘Spaßmacher’ (s. Jongleur) beeinflußt sein kann. Gaukelei f. ‘Taschenspielerei, Vorspiegelung, Vortäuschung’ (Anfang 16. Jh.), vgl. mnd. gōkelīe (1. Hälfte 14. Jh.). Gaukelspiel n. ‘Vorspiegelung, Vortäuschung’, mhd. gougel-, goukelspil.
1336 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kokeln

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    kokeln , kökeln , gaukeln, s. kockeln , köckeln .

  2. modern
    Dialekt
    kokeln

    Südhessisches Wörterbuch

    kokeln Band 3, Spalte 1593-1594

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kokeln

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von kokeln 2 Komponenten

kok+eln

kokeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kokeln‑ als Erstglied (1 von 1)

kokeln II

RhWB

kokeln II -k-, –:- [ Köln-Stdt -:- ] neben -o-, –ǫ- bezeugt aus Sieg , Gummb , Bergh , Dür , Aach-Richterich (s. Wk. IV 1) schw.: 1. gack…

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APA
Cotta, M. (2026). „kokeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kokeln/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „kokeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kokeln/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kokeln". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kokeln/pfeifer_etym.
BibTeX
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