Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
knebelîn stN.
2 vom Kind
3 vom jungen Erwachsenen
1 vom Säugling und Kleinkind: dar nâch in kurzer stunde / diu frouwe ein knebelîn gebar KvWTroj 381; HvNstAp 7106; [Herodes] hiez älliu kindelîn, / diu man dâ funde knäbelîn [die als Knaben erkannt wurden] , / diu zweier jâre besunder / waeren ald dar under, / daz man diu ze stunde / tôte WvRh 4121; SHort 2075; Lanc 1,6; BdN 39,19 2 vom Kind: di kind alle waren / under zehen jaren, / junckfrawen und knebelein HvNstAp 9489; hie ligent tôt zewâre / alle die man [alle männlichen Kinder] in disem jâre / die in disem lande solden sîn / die knehte und die knebelîn. / swaz hie knaben wirt geborn, / die hânt zehant den lîp verlorn StrDan 4362; Ammenh 3195; Tr 5963 3 vom jungen Erwachsenen: ‘ir sult ew paden. / [...] : / so wert ir jungk als ain kint / di pey zwaintzig jaren sint.’ / [...] / yeder man sich under stieß [in den Jungbrunnen] , / [...] / si wurden alle wunnikleich / als di jungen knabelein / di in der pluenden jugend solten sein HvNstAp 13013
MWB 3,1 389,25; Bearbeiterin: Baumgarte