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Knause

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Knause

Bd. 4, Sp. 894
Knause, Knausen das Wort ist allg. verbr. (mit Ausn. des grössten Teils des LRip u. SNfrk) als -ǫusə(n) Sg. u. Pl. m. in Bernk-Schönbg Thalfang, Simm-Schönborn, Birkf, Wend, Ottw, Saarbr [hier im Monophthong-Geb. -ū-, Demin. -īsχə, dies auch Wend-Fohren Linden Wiesw, Ottw-Wiebelsk, Saarl-Leb; -ǫust, –ęisdχə Saarbr-Fischb; -ūšt Saarbr-Malstatt; -ęisdχə Birkf-Algenr; -i- Bernk-Veldenz]; -ǫ·u.s, Pl. -zə(n) f. Saarl, Merz, Saarbg, Trier, Wittl, Bitb [-ǫ·u.zən m. Kopf Bernk-Sensw, Saarl-Hüttersd, Merz-Honzr; für die allg. Bed. -o·u.s u. -ę·i.- Sg. f. Trier-Heidenbg; -ø·y.s Sg. f. Wittl-Cröv, Daun-Strohn, Aden-Arb Antw Nohn; -ę·i.s Sg. f. Prüm-Wawern, Daun-Mehren Schönb, Bernk-Neumag]; dann -ǫ·u.zə(n) Sg. u. Pl. m. Koch, Kobl, May, Aden, Neuw, Altk [-ø·y.zən Pl. May-Rieden]; an der mSieg -ū:s, Pl. -ȳ:- m. Altk-Birken, Sieg-Fussh Eitorf Honnef; dann -ū:zə(n) Sg. u. Pl. m. Ahrw-Ringen, Rheinb-Kirchh, WSieg, MülhRh [-uš, Pl. -šə UEschb], Elbf, Barm; dann -ūst, Pl. -ȳstə m. uWupp, Sol, Mettm, Barm, Lennep, Gummb, Wippf [Pl. -ūstə Mettm-Langenbg, Ess-Werden; Sg. -ūs, Pl. -stə Mettm-Cronenbg, Remschd]; -ust, Pl. -sdə m. Siegld; -us(t), Pl. -stə m. Ruhr, n. Ruhr, Klev, Mörs, Geld [-ū- Mörs-Orsoy Neuk]; Selfk -ūs; Demin. -ęisχə(n), –ę·i.-, –·y.-, –ȳ:-; -ȳstχə, –yskə, –ystjə: 1.a. Anschwellung, Geschwulst, bes. knorriger Auswuchs an Bäumen, überwachsenes Aststück am Baume, Baumstumpf, Wurzelende eines Baumes, knorriges Stück Holz, kurzer dicker Ast; ene frede Kn.; en dese Breər (Brettern) sind gar ke Knusten (Aststellen), dor geht dat Hobele wie geschmert; auch Auswuchs etwa an Rüben, am menschlichen u. tierischen Körper, Dutz Wend, Ottw, Saarbr, Trier-Mehring Wittl-Cröv, Daun-Strohn, Wittl-Bengel, Kobl, Neuw, Altk, Siegld, Berg, Ruhr, n. Ruhr, Klev, Mörs, Geld; Knüste em Gelenk, Gichtkn. Gichtbeulen Gummb. — b. die hervorgequollene, kugelartige knusperige Stelle am Brote, wo es mit einem andern Br. zusammengebacken war; die Endstücke bei Langbroten; ein kurzes, dickes Stück Br., auch Fleisch (gern Demin. e Kneis-chen Brut, Fläsch) im Rhfrk, Mosfrk (s. die Kr. genauer o.), Westerw, Siegld, Sieg [-ū:s, meist Pl. -zə unappetitlich zerbröckeltes Br. Sieg-Honnef], MülhRh, Mettm-Langenbg, Ruhr n. Ruhr, Klev, Mörs; Knies-cher hart gebratene Kartoffeln Saarbr-Feching. — c. -ust der schwere Kopf des Eisenhammers Siegld 1838. — d. -ǫusə Erdscholle Wend-Mittelreidenb; -ūstən Pl. Frostbeulen Ess; -ust dicker Kieselstein Siegld-Kromb; -ǫ·u.zə grosser Stein oder Fels, ein anderer fester Gegenstand Neuw-Datzeroth; -ūstən Pl. Kotklümpchen Ess-Kupferdreh. — e. -ę·i.sχən Haarwulst, hoch aufgestochene Haarkuppe Trier-Kenn; -·y.- Koch-Lutzerath; -ūst uWupp; -ūst, de Hor en em Kn. drägen, en em Kn. gebongen; -ȳstχən kleiner Knoten spärlichen Haares Gummb. — f. -ę·i.s Sg. dicker Kartoffel Daun-Mehren; -·y.zən Pl. May-Rieden. — g. -ūst der feste innere Teil des Kohlkopfes Mettm-Dornap. — 2. mehr übertr. a. sachl. α. -ę·i.sχən Tannenzapfen, Kiefernapfel Trier-Schilling. — β. verächtl. αα. -ǫusə Kopf; ich were dir de Kn.dreffe! Birkf, Wend, Ottw, Saarbr, Saarl-Hüttersd, Merz-Honzr, Bernk-Sensw. — ββ. -ū:s (Pl. -ȳ:s) Faust, derbe, grobknochige Hand, Finger, Knöchel Sieg-Fussh Eitorf, Altk-Birken; -ūst Gummb, uWupp, Sol; et met den Knüsten schlohn; enen op de Knüste hauen mit einem Klicker auf die Knöchel des Verlierers im Klickersp. zielen, der die Knüste halen mutt Gummb. — γ.Geld; e gut Knaus Geld Trier-Heidenbg. — δ. -us Zank Emmerich. — ε. alles verbon (verboten) oder alles Knus! im Klickersp. Mörs-Neuk. — b. persönl. α. -ęisχə, e gesund Kn. gesunder, zäher Mensch, bes. von den Alten gesagt Wend, Saarbr (-ī-, –ęi-; e hart Kn.); -ūst, en freden Kn. Gummb; -us(t), e frede, barbarsche Kn. Rees. — β. -ǫ·u.zə schwerer Kerl Altk-Hecken; -us kleiner Kerl MGladb-Geneiken. — γ. -ǫ·u.zə, e reiche Kn. reicher Mann, dabei geizig Neuw-Datzeroth; en al Knaus geizige Frau Bitb-Dudeld. — δ. -us, alde Kn. Schindmähre Klev-Rindern.
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knause‑ als Erstglied (26 von 26)

knauselig

PfWB

knauselig , knäuselig Adj. : ' genau, pedantisch ', knauselich [ KU-A'glan ], knaiselich [ PS-Windsbg ]. Syn. s. tüpfelig I1a. Südhess. III …

knauseln I

RhWB

knauseln I = geizig sein s. bei knausen II.

knauseln II

RhWB

knauseln II -ǫus- Birkf-Gimbw , Saarbr-Gersw Krughütte ; -ǫuz- Trier-Heidenbg , Neuw-Rodenb Datzeroth (u. -ęi- ), Altk-Hellert ( Herdrf -y-…

knausen I

RhWB

knausen I = knuffen s. bei Knause.

knausen II

RhWB

knausen II nur vereinzelt -ǫuz-, –·u.-, –o·u.- Merz-Saarhölzb , May-NMendig , Aden-Kempenich , Sol-Burschd , Düss-Erkr , Geld-Schravelen ; …

knausen III

RhWB

knausen III -ūəz- ein oberg. Wort in Waldbr , Gummb , Wippf schw.: schmieren; do knuəst der jet zesamen; etwas liederlich in einen Behälter …

knauserei

DWB

knaus·e·rei

knauserei , f. knauseriges thun und wesen: der karge geiz, welcher, wenn er schimpflich ist, knickerei oder knauserei genannt wird. Kant 5, …

Knauserey

Adelung

knaus·e·rey

Die Knauserey , plur. die -en, im verächtlichen Verstande, die Fertigkeit, aus Kargheit überall zur Ungebühr etwas abzubrechen, ohne Plural.…

knauserig

DWB

knaus·e·rig

knauserig , wie knickerig, brem. wb. 2, 820: ein reicher mann und immer so knauserig! Göthe 14, 277 ; ihr ( der franz. emigranten ) betragen…

knauserisch

DWB

knauser·isch

knauserisch , dasselbe: dasz er seine freunde oft sehr knauserisch tractirte. Lichtenberg 5, 69 . J. Paul Qu. Fixlein 1796 s. 132.

knausern

DWB

knaus·ern

knausern , geizen. brem. wb. 2, 820. Adelung, wie knickern ( s. knauser): er knausert allemal beim bezahlen, sucht etwas abzukneipen; er hat…

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Cotta, M. (2026). „knause". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knause/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „knause". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knause/rhwb. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „knause". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knause/rhwb.
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  author       = {Cotta, Marcel},
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