Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
knäueln
knäueln
Knäuel m. n. ‘zu einer Kugel aufgewickelter Faden (Garn, Wolle)’, übertragen ‘geballte, formlose Masse, Durcheinander, Gewirr’, mhd. knüel (14. Jh.), durch Dissimilation entstanden aus mhd. kliuwel, kliuwelīn, ahd. kliuwilīn (11. Jh.), dem Deminutivum von ahd. kliuwa (8. Jh.), kliuiwi (um 1000), mhd. kliuwe ‘Knäuel, Kugel, kugelförmige Masse’, das mit asächs. kleuwīn, mnd. klūwen, klǖwen, nl. kluwen, aengl. cliwen, cleowen, engl. clew ‘Knäuel’, anord. klē ‘Webstein’, eigentlich ‘Kugel, Knäuel’, und den unter Klaue (s. d.) genannten Formen an ie. *gleu-, eine Erweiterung der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’, angeknüpft werden kann. – knäueln Vb. ‘zu einem Knäuel zusammenwickeln’, mhd. kniuwelen (14. Jh.).