Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
klûbe swv.
1. spalte. der rôse rûher balc klûbt sich her dan spaltet sich W. Wh. 270,22.
2. lese stückweise ab, pflücke.
a. ohne object. dâ sach ich den gesellen mîn mit klûben vil unmüeʒic sîn. er klûbte dort (las sich das ungeziefer ab), er klûbte hie: der tac im gar dâ mit zergie. mit solcher kunst ein wälsch man niht beʒʒers möht dô hân getân frauend. 342, 7. die under dem boum sâʒen, die chloubten (clûbeten leseb. 542,12. anm.) unte âʒen kindh. Jes. 84,28.
b. mit präpos. nâch pfifferlingen klûben MS. H. 3,307. a.
c. mit accus. ich sach zwô tûben einen wolf klûben (zerreißen?) fragm. 14. b. — si was gar âne mâsen, diu selbe turteltûbe: dar abe ich ouch niht klûbe Mart. 177. von des lüge vier tûben möhten den weiʒe klûben, daʒ ir kröpfe würden vol Helbl. 2,352. sô siht man die wîntrûben selten von dornen klûben Hätzl. 2,1,136.
d. mit adverbialpräpos. dâ wir den wîntrûben scholten abe chlûben Mar. 162. die trûben des nahtes abe klûben Servat. 2432.