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Klickert

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Klickert

Bd. 4, Sp. 716
Klicker, Klickert das Wort ist nach Wk. IV 22 Rhfrk, Westerw, Siegld allg.; lrhn. reichen einige Striche über die kurpfälz./kurtrier. Grenze hinüber, so hat Saarl, Merz das Wort ausschliessl.; Saarbg-Eft (sonst Werbel, Mirbel), Trier-Braunshsn Heidenbg Hermeskeil Mettnich (sonst Mirbel, Wirbel), Bitb-Ehlenz Herforst Speicher (sonst Dickes, Wirbel); Wittl, Daun haben das Wort wieder geschlossen; Prüm-Neustrassbg (sonst Knickel, Mirbel, Irbel), Bernk-Gräfendhron, Rapperath, Schauren Thiergarten Lieser (sonst Werwel), Zell-Enkirch (sonst Wirbel), Koch-Düngenh Mörsd Meiserich Lutzerath Urschmitt Stdt (sonst Merwel), Kobl-Cobern Dieblich Bend (sonst Mürbel, Hau), May-Kirchesch Rüber (sonst Mörwel), Aden-Kelbg Kempenich OElz Wershf (sonst Häuer, Merbel, Ümmes), Ahrw-Sinzig Remag Altenahr Hepping Westum (sonst Mürbel, Mü, Ümmel), Schleid-Dollend [n. davon im Rip Knickel, Jick (Malm), Ümmer, Frankef, Hüf, Bick, Wälsch, Mergel]; rrhn. geht Kl. bis SSieg (Hänschd Frensbg Hofen Leuschd Süchterschd Ägid Ittenb) (n. Kniggel, Ummer, Mürbel), Waldbr-Dattenf, Gummb, Nümbrecht Marienbghsn [n. davon Knickel-Knippstein, Häuer, Bickel, Dotz]. — Die Formen von Kl. sind -igər, –e- Sg. u. Pl. (u. -ərə); an der Saar u. den angrenzenden überschiessenden Geb. in Saarbg, Trier, Bitb, Wittl, Daun, Bernk -igərt, Pl. -dən [-a- Bitb-Speicher; -ī- Zell-Enkirch; -egəl, Pl. -əln Trier-Heidenbg; -egər u. -egęrnər Siegld] m.: 1. der Spielstein, Schüsser; Setz-, Schiesskl.; Kl. spielen; mit Kl. sp.; Rhfrk Klickerches sp. (mache, duhn); Siegld, Altk Kleckersch ('s kleckern sein) sein; derartige Spiele sind sehr mannigfaltig, s. bei Käulches, Käutches, Küppches, Kreis-ches, schibbeln, knippsen, piddeln, picken, pumpen, purken, rubeln, ratscheln, setzen, stucken, stuppen, titschen, stumpen, noschieten, strippen usf.; das gewöhnlichste Spiel ist folgendes: es werden zwei Striche gezogen, der eine (grade) ist das Malzeichen (Krepp, An); auf den andern (Kreis, Kaule) setzt jeder Mitspieler seinen Einsatz (Knopf oder Kl.); dann wird vom Malstrich aus nach einer Kaule (Kreis) geschossen; wer der Kaule am nächsten liegt, ist erschter usf.; dann schiessen die Spieler der Reihe nach auf den Einsatz; wer trifft, darf weiter schiessen, bis er vorbeigeschossen hat; er darf auch auf den Schiessklicker eines andern zielen, der ‘aus’ ist, wenn er getroffen wird; wer (beim ersten Schuss) vorbeischiesst, muss seinen Kl. liegen lassen, bis er wieder an der Reihe ist, oder er muss wieder vom Malstrich aus werfen; bleibt der Schiesskl. innerhalb des Einsatzkreises liegen, so ist der Spieler ‘aus’; das Spiel ist zu Ende, wenn der gesamte Einsatz abgeschossen ist; der zuerst ‘aus’ war, ist fürs nächste Spiel erschter. Die letzte (Kl.) gohn net got vam Hetzen (Herz) die letzten vier Kl., die man noch hat, verliert man selten Sieg-Rhönd. RA.: Er hot (Augen) wie e Paar Kl. Wend-Reichenb. Dat sin neist wie Kl. von sehr kleinen Kartoffeln Simm. Allg. Dat passt wie e Kl. an (in) en half Ächtel (Massgefäss) Wittl-Binsf Salmrohr, — an en Siərster Trier-Schleidw. Noch net fer en Kl.! tue ich das Neuw. Rätsel: Et kommt de Trepp eraf un macht tipp, t., t.? Bernk-Wederath. — 2. übertr. a. sachl. verächtl. α. Pl. sehr kleine Früchte, Kartoffeln, Obst; dat sen jo nemmen (nur) Kl. Merz, Allg. — β. Pl. Hoden Nahe, Hunsr. RA.: Er mengt die Kl., dat se nit anbrenne von einer Bubenunart Simm-Laub. Do (bei den Soldaten) werd er die Kl. geschliff krieə zurechtgestutzt werden Allg. — γ. Pl. Augen; dat Mädchen hat mer emol e Paar Kl.tən dargewörf Trier-Fell; wat schneid den e Poor Kl.tən! Daun-Tettschd. — δ. kleines Näs-chen; weis mer emol dei Kl.ərt, dau kläne Schelm (kosend)! Merz-Saarhölzb. — ε. Auswuchs am Kopfe, Dutz Koch-Lutzerath, Sieg-ODollend. — ζ. Kehlkopfknorpel Koch-Lutzerath. — η. Himbeere Merz-Stdt. — b. persönl. verächtl. en scheeler Kl. Schielender Neuw.
3916 Zeichen · 88 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Klickertm.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Klickert [klikərt Lix. Sgd. u. s.; klekərt Bo. ; kléïgər Bi. — Pl. –ən] m. 1. kleiner, runder Spielstein: K. spile. els.…

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klick+ert

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klickert‑ als Erstglied (3 von 3)

Klickert II

RhWB

Klickert II -ø- Bitb-Dahlem Sg. t. m.: in der Wend.: De Kl. schlohn einem Trotz bieten, nichts nach einem fragen.

Klickertupfen

PfWB

klicker·tupfen

Klicker-tupfen n. : ein Klickerspiel. Spielregel: Der Spieler läßt seinen Klicker von oben auf den von einem Mitspieler gesetzten Klicker fa…

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Cotta, M. (2026). „klickert". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klickert/rhwb
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Cotta, Marcel. „klickert". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klickert/rhwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klickert". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klickert/rhwb.
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