Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
klapfa
(Ende des 12. Jh.s):
‚Peitsche; scutica‘, eigtl.
‚die Knallende‘(vgl. nhd. mdartl. schweiz.
chlaffen, chlapfen
‚Klapper‘[Schweiz. Id. 3,
625. 671], vorarlb. klapfe
‚Karfreitags-[Jutz, Vorarlberg. Wb. 2, 79], bad.
ratsche‘
klapfe
‚Ratsche der Messdiener‘[Ochs, Bad.
Wb. 3, 148], daneben auch schweiz. chlepfen
Bezeichnung für verschiedene Geräte und
Spielzeuge zum Knallen oder Klatschen, z.B.
‚Fuhrmannspeitsche‘[Schweiz. Id. 3, 677 f.;
Stalder, Versuch eines schweiz. Id. 2, 106],
vorarlb. kläpfe
‚Karfreitagsratsche, Kuh-[Jutz,
schelle, Knallbüchse, Schwätzerin‘
Vorarlberg. Wb. 2, 79], els. klepf[e]
‚Knall-[Martin-Lienhart, Wb.
büchse, Schwätzerin‘
565 anaklapf – klârS566
d. els. Mdaa. 1, 496], bad. klepfe
‚Peitsche‘
[Ochs, Bad. Wb. 3, 163], schwäb. kläpfe
‚Kugelbüchse [Kinderspielzeug]‘[Fischer,
Schwäb. Wb. 4, 447], tirol. klepfε f.
‚läng-[Schatz, Wb. d. tirol.
liche Kuhschelle‘
Mdaa. 1, 339]; daneben unverschobenes mit-
telelb. klapp m.
‚Ende der Peitschenschnur‘
[Kettmann, Mittelelb. Wb. 2, 506], meckl.
klapp f.
‚Schnur an der Peitsche, die den[Wossidlo-Teuchert, Meckl.
Knall erzeugt‘
Wb. 4, 298 f.], märk. klappe f. u. a.
‚Peit-
schenschnurende, mit dem man knallt‘
[Bretschneider, Brandenb.-berlin. Wb. 2,
987]; mndd. klappe
‚Klapper [des Aus-; vgl. auch mhd. klaf, klapf st.m.
sätzigen]‘
‚Knall, Krach‘). Das Subst. ist entweder ein
Postverbale zum sw.v. II klapfôn (s. klaffôn)
oder mit individualisierendem n-Suffix zu
erst mhd. belegtem klaf, klapf (s. o.) gebildet.
– Ahd. Wb. 5, 225; Splett, Ahd. Wb. 1, 461;
Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 664; Schützeichel7
177; Starck-Wells 333; Schützeichel, Glos-
senwortschatz 5, 237.