Klanke f.
m. [verbr.] 1.1. Verwirrung, Verschlingung, Verknotung (
z.B. in einem Draht, einer Schnur); Schlinge. Ne Klanke int Grn (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Ne Klanke in de Diärme Darmverschlingung (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 1.1.1. Darmverschlingung (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 1.1.2. Falte [verstr. südl.]. — 1.1.3. (Pl.) Haarwellen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 1.1.4. Klanken teïn (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü) Kinderspiel, bei dem sich zwei die Hände reichen und im Kreis drehen [Kr. HalleHal Wie]. — 1.2. (scharfe) Biegung, Krümmung [bes. südl.]. Klanken schlohn zickzack laufen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). — 1.2.1. starke Verbiegungen, verbogene Stelle im Draht. — 1.2.2. Wege-, Straßenbiegung [südl.]. Hai kräig de Klanke nit wenn jmd. in der Biegung mit dem Fuhrwerk stecken blieb (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPb). Me kann do nit rächt de Klanke kräigen wenn man mit dem Wagen nicht drehen kann (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe || mehrf.). — 1.2.3. Burggang (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). — 2. gedrehte (Weiden-)Rute zum Einbinden von Getreide, trockenem Flachs und Reisig [Lippe]. — 3. Bund oder Handvoll (zusammengedreht oder in einen Knoten geschlungen) gehechelten Flachses, gereinigten Hanfs; Garnbündel. Oine Klanke Flaß (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Ne Klank Gaorn (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@CoesfeldKf). — 4.1. Maß für Strickwolle, gehaspeltes Garn: eine Lage (100 g, wurde über der Stuhllehne oder den Armen eines Helfers abgewickelt) (WmWb). Ne halwe Klanke 50 g (WmWb). Ne Klanke Gaorn häff fiew Loot of fiew Bind (WmWb). Dat Gaorn wodde an Klanken verkofft (WmWb). — 4.2. Weitere Angaben: 24 Risten Hanf (Kr. WiedenbrückWie WWB-Source:113:HeiermHeierm), 10 bis 20 Bund gehechelten Flachses, der ineinander geschlagen war (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB), 12 Bind Garn (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@FreckenhorstFr). — 5. (
m.) großer Haufen: Ne Klanken Höi (WmWb). — 6.1. (rechtwinkliger) Riss im Kleid (Kr. SteinfurtStf Bri). — 6.2. Klanken (
m.) Ackerzipfel (Kr. BrilonBri Ah). ⟨Klanke (im Münsterl auch Klank, in OWestf auch Klanken)
f. [verbr.], Klanken
m. [verstr.], Klank
m. (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Differenzierungen: Klank ‘Schleife, Verschlingung’ vs. Klanke ‘Falte, scharfe Biegung, Drehung’ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), Klanken
f. ‘Schlinge, Öse, gedrehte Weidenrute’ vs. Klanken
m. ‘starke Verbiegungen oder Schlingen im Draht, Bindfaden oder Strick’ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs); Klanken
m. ‘großer Haufen’ vs. Klanke
f. ‘Maß für Strickwolle; Schlinge, Schlaufe, Knoten’ (WmWb)⟩ ¶
WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,611: Klank(e) III; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,285: Klanke. Zus.:→
Darm~, Metteken~, Pöppel~.