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kläpfen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kläpfen

Bd. 11, Sp. 955
kläpfen, klepfen, einen klapf thun, ein besonders alem. wort, wie klapf selbst. ahd. chlaphian, chlephian (s. unter kläffen), mhd. klepfen nicht nachgewiesen (aber beklepfen, erklepfen, klepferen wb. 1, 835b. 836a). die nebenform kläffen ist hier die seltnere, während neben klaffen (chlaphôn) umgekehrt klapfen selten ist. nd. nl. entspricht kleppen, s.kläppen. ebenso alem. klöpfen neben klopfen, vgl.klepf unter klapf 2, d. 11) schallen, knallen, schnalzen, klappen u. ä. 1@aa) von schlägen: als man es drauszen so klapsen und klepfen hörte (von der schlägerei). Gotthelf 2, 59; da stach man in sie seer on truren, nun buff und buff (giengen die hiebe), das immer klepf, man schlug sie mütlich uf die köpf. Hans Schnider die künigliche schlacht. 1@bb) knallen, von schüssen, pulver u. ä. (s.klapf 2): disz (wasser) hat sein art, das immerdar darin ein klepfen und knellen gehört wird, als ob man mit püchsen darin schieszen thet. Thurneisser von wassern (1572) 196; giengen dem gewild nach, welches sie .. mit abgetödtem pulver, das nicht laut kläpfte, zu fällen wusten. Simpl. 2, 27 (3, 176 Kurz); sonsten kan man das pulver wohl natürlicher weis zurichten dasz es nicht kläpft. 3, 85 (1713 s. 68); die rohr, daraus man einem ohne pulver (dann es wird nur mit luft und einer kugel geladen) auf hundert schritt ohne sonders grosz kläpfen das liecht ausblasen kan. 3, 86. daher schweiz. für schieszen, selbst trans. (z. b. einen vogel kläpfen). Stalder 2, 106. ähnlich: stlopus, zungenschlag mit einem ton oder backenschranz, wenn einer die backen aufblast und den athem mit einem klapf laszt häraus brächen, das klepfen Frisius 1243b. auch mit der peitsche knallen, schweiz., kärnt.: klepfen mit einer geislen. Fris. 164a. 1@cc) schnalzen: concrepare digitis, mit den fingeren schnellen oder klepfen Fris. 282a (ein klipplein schlagen Luther). mit der zunga chlepfa schnalzen, mit de fingera chlepfa, 'klippchen' schlagen Tobler 105b, vgl.abchlepfa intr. abschnellen 8a. 1@dd) klappen oder klappern: kan einer nicht mehr trinken, so sihet er doch gern zepfen und hört gern die kannen klepfen. Fischart Garg. 259b (klöpfen Sch. 490), wol vom zuklappen des deckels, s. unter klapf! aber auch klappern, wiederholtes klappen, nach zanklepfen (in der hölle) Murner luth. narr 51 Scheible, wie klaffen 1 a. e., klapfen 2. 22) schallend schlagen (s.klapf 1). so schwäb., bes. schweiz. 2@aa) kläpfen 'schlagen dasz es klappset' Stalder 2, 106, abchlepfa abpeitschen Tobler 8a. 2@bb) mit der hand einschlagen in die hand des andern, wie beim grusze, und vom handschlag bei einem gelöbnis (einem klepfen, so geloben) und beim 'kaufschlagen' (s. d.), daher hineinklepfen einen kauf durch handschlag bestätigen (wie nd. inklappen, s. u.klapp! a. e.) und den andern 'beim wort nehmen' Stalder. 2@cc) eigen bildlich täuschen, betrügen Stalder. ähnlich das chlepft ihn, bereitet ihm den sturz Tobler 105b, es klepft einen, er wird bankerott Rütte 47, es hett 'ne (ihn) chlepft, er ist plötzlich gestorben Fromm. 2, 372a. vgl. unter 4 und klapp 3, ahd. bichlepfan unter kläffen 2. 33) schallend platzen, so aus Bern bei Fromm. 2, 372a, also wie klaffen, s. sp. 898 und vgl. folg., auch it. schiappare sp. 897. 44) schallend, klappend fallen: das gatter chlepft, fällt zu, klappt ein. Tobler 105b. schwäb. aufkläpfen mit geräusch fallen, dann aber bildlich bankerott machen, wenn man es lange verbergen wollte, und unehlich niederkommen Schmid 315; diesz aber, mit dem plötzlichen ausbrechen des gerüchts und der schande unter die leute, erinnert an die begriffsreihe von frz. éclater, eigentlich bersten, gehören also vielleicht zu 3, doch s. auch 2, c. 55) plaudern, schwatzen, wie sonst klaffen, klappern; so schweiz., dazu klepf, klepfe f. 'alletagsschwätzerin', klepfer, klepfi m. 'alletagsschwatzer', adj. klepfig, klepfhaft, auch ausklepfen, verklepfen Stalder 2, 106; das letzte, wie schwäb. verkläpfen (verklöpfen) Schmid 315 auch verleumden, s. dazu klapf 3. 66) was ist aber folg. kläpfen? seine erschreckliche paruque, unter deren er herfür guckte wie eine eul die kläpfen will Simpl. 2, 257 (3, 325 Kurz). vgl. cimbr. klepfen bellen Schm. 136b.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kläpfen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kläpfen , klepfen , einen klapf thun, ein besonders alem. wort, wie klapf selbst. ahd. chlaphian, chlephian ( s. unter k…

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Cotta, M. (2026). „klaepfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klaepfen/dwb
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Cotta, Marcel. „klaepfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klaepfen/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klaepfen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klaepfen/dwb.
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