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Kirke

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Kirke f.

Bd. 3, Sp. 647
Kirke f. [verbr.] 1. Kirche; Gebäude, in dem Gottesdienste, Messen abgehalten werden. Grote Kiärke Dom (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd). Kiärken buggen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). De Prosjone trock de Karke binnen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Echter de Kiäk (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@EverswinkelEv). In use Kerken staht ’n Döpstein (Kr. MindenMin Kr. Minden@VennebeckVe). Christdach wärt in diän kathollesken Kiärken ne Krippe opstallt (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt). — Ra.: De Kiärk is kin Has’ un de Pastor kin Feldhohn Ausrede, wenn man keine Lust hat, zur Kirche zu gehen (Münsterl WWB-Source:308:WagenfWagenf); de Kiäke es van Stäin dass. (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Hei süht wol tau, dat de Kärke im Dorpe bliwt sorgt dafür, dass er nicht zu kurz kommt (Kr. MindenMin Xy || mehrf.), dass Ausgaben und Einnahmen zusammenstimmen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). De Kiärke im Duarpe loten etwas in einem angemessenen Rahmen betrachten, nicht übertreiben (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr || mehrf.). De Kïerke ümmet Duorp drǟgen unnötig umständlich, kompliziert vorgehen (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh || mehrf.). He häff de Karke nich faake van binnen sehn geht nicht oft zur Kirche (WmWb). Datt briukt kaine Kärken fo sik alleine hebb’n (das Mädchen) hat ein hässliches Gesicht (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@MennighüffenMh). De is in de Kiärk bedruogen wuoden hat sich unglücklich verheiratet (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@LegdenLe || mehrf.). Met de Kiarken ümmet Duarp lauben weitschweifig sein, nicht zur Sache sprechen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). — Sprichw.: Wenn de Kiärke äok noch säo gräot is, de Köster singet seïne Maote (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@RhynernRy || mehrf.). Je dichter bi de Kiärk, je läter drin (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@OndrupOn || ähnl. mehrf.). De Kehrken mott in’n Doape bliben besonnen, vernünftig bleiben, Maß halten (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb || mehrf.). Olle Keärken hett dǖstere Finsters (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2. Gottesdienst, Messe. Mak dalli, de Kiärke goiht gluiks an (Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh). De Karke is ut (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). De Pastauer hält Keärke (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Sunndags möt wi in de Kiärke gaohn (Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh). — Sprichw.: So lange oiner inne Kiarken es, doit hoi nicks Laiges (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 3. einer bestimmten Konfession angehörende christliche Glaubensgemeinschaft. Luttersche Kerke (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BoyerBo). De räffemäire (reformierte) Kerke (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). ⟨›Keª(r)ke‹ u.ä. [verbr.], Karke [Kr. LübbeckeLüb WMünsterl Kos]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,518: Kirche; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,90: Karke, Kerke, Kirch. Zus.:→ Awend~, Dōm~, Doªrp~, Jūden~, Lechter~, Paters~, Uchte~, Undern~.
2158 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kirkeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kirke , F. Vw.: s. kerke (1) L.: MndHwb 2, 563 (kirke) Son.: örtlich beschränkt

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kirke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kirke (lat. Circe ), im griech. Mythus die zauberkundige Tochter des Helios und der Okeanide Perse, wohnte auf der Insel…

  3. modern
    Dialekt
    Kirkef.

    Westfälisches Wb.

    Kirke f. [verbr.] 1. Kirche; Gebäude, in dem Gottesdienste, Messen abgehalten werden. Grote Kiärke Dom ( Rek Ad ). Kiärk…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kirke

78 Bildungen · 78 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

kirke‑ als Erstglied (30 von 78)

Kirken-ldeste

WWB

Kirken-aeldeste m. [verstr.] Kirchenältester; Mitglied des Kirchenvorstandes ( Lst Ho).

Kirkenbō¹k

WWB

kirke·n·bok

Kirken-bō¹k n. [verstr.] 1. Kirchenbuch: Geburts-, Tauf- und Sterberegister der Kirche. — 2. (Dimin.) Gebetbuch ( WmWb ). ⟨ - k-b . ( WmWb )…

Kirkenbüsse

WWB

kirke·n·buesse

Kirken-büsse f. Büchse in der Kirche für Geld zur Ausschmückung der Kirche ( Isl Is).

Kirkendāler

WWB

kirke·n·daler

Kirken-dāler m. [verstr.] Pfennig, Kupfergeldstück für den Klingelbeutel; Almosen ( Det Is).

Kirkendeªken

WWB

Kirken-deªken m. Vorsteher der Kirchenverwaltung, Verwalter des Kirchenvermögens (Lippe Oesterh ).

Kirkendē¹ner

WWB

kirke·n·dener

Kirken-dē¹ner m. [verstr.] Kirchendiener; Küster ( Hal Bh ), Ordnungsbeamter der Kirche ( WmWb ).

Kirkenfinster

WWB

kirkenfin·ster

Kirken-finster n. [verstr.] Kirchenfenster. — Ra.: Gesicht äs ’n Kiarkenfenster langes, schmales Gesicht ( Stf El || mehrf.).

Kirkenflōr

WWB

kirke·n·flor

Kirken-flōr f. Kirchenfußboden. — Ra.: He leep de Karkenfluure nich kaputt war kein fleißiger Kirchgänger ( WmWb ).

Kirkengn

WWB

kirk·engan

Kirken-gan n. [verstr.] 1. Kirchgang. — Sprichw.: Kirkengohn suimet ni ( Wbg Bh || ähnl. mehrf. ) . — 2. Aussegnung der Wöchnerin [Wal].