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kinnebacke

mhd. bis mnd. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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24
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13

Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

kinnebacke

kinnebacke swM. (st. GenM 36,22 ) ‘Kinnlade, Kiefer’, sowie angrenzende Gesichts- oder Kopfpartien; übers. lat. maxilla, mandibula, mentum, mala ( VocOpt 1.051; SummHeinr 2:365,125. 2:365,124. 1:126,151. 2:5,65 ) 1 ‘Kinnlade, (Unter- und Ober-)Kiefer’ von Mensch und Tier (vgl. backe )
2 ‘Rachen’ (vgl. kinne 2 )
3 (untere Partie der) ‘Wange’
4 bei Fischen wohl auch der Kiefer einschließlich des Kiemenbereichs (vgl. DWB 5,682 und 778 mit weiteren Belegen; MlatWB 1,1562f. weist branchia wegen des mhd. Interpretaments in diesem Beleg (und einem weiteren [ ckivvi piscis ]) die Bed. ‘Kiefer’ zu, ebd. 1,1563)
   1 ‘Kinnlade, (Unter- und Ober-)Kiefer’ von Mensch und Tier (vgl. backe ): in deme munde liez er [Gott] hangen eine zungen lange. / fure die îlte er machen einen chinnebachen, / zane zwei geverte, beinîn vile herte, / daz si daz ezzen brechen unt daz diu zunge spreche Gen 125 (= GenM 5,18 ); er sluc einez dagez mit einez esilez kinnebaken dusent starke risen da nider HlReg 43,10; Lucid 146,15; er stach im ain scharten / uz dem kinbacken WhvÖst 12043; do gewan iz [das Buch] alda zu stunt / des suzen honiges smacken / zwischen minen kenebacken / und bittert in minem buche [Bauch] HeslApk 15320; alsus betriegent si daz livt, [...], we gescheh ir chinnebach GenM 36,22. alliu tier, die hörner auf dem haupt habent, mangeln der zend an dem obern kinpacken BdN 13,27. 115,5; ain iegleich tier mag seinen undern kinpacken gewegen ebd. 115,3. 233,12    2 ‘Rachen’ (vgl. kinne 2): es legent wol hundert ritter dot, / e denn verderbet wùrd der track, / wann sin wijter kynnback / verslùnd wol zwölff man, / keme er sie miteinander an Krone 26649. 12789. 13646    3 (untere Partie der) ‘Wange’ dirre selben vælinne / hiengen nider auf daz chinne / zwen gerüntzelt kinnebachen Krone 9377; vermocht ich id, ich soult zo deser zyt / uch sere slaen up uren nacken / ind ouch an ure kynbacken KarlGalie 4266; [ ] spîten im [Jesus] under sîn ougen, / in sluogen an sînn kinnebacken, / an sîn hals und an sînn nacken Philipp 6654    4 bei Fischen wohl auch der Kiefer einschließlich des Kiemenbereichs (vgl. DWB 5,682 und 778 mit weiteren Belegen; MlatWB 1,1562f. weist branchia wegen des mhd. Interpretaments in diesem Beleg (und einem weiteren [ckivvi piscis]) die Bed. ‘Kiefer’ zu, ebd. 1,1563): brantia: kinnebacho SummHeinr 2:201,03.3 (vgl. kinne 2)

MWB 3,1 251,22; Bearbeiterin: Baumgarte

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kinnebackeswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    kinnebacke swm. kinnbacke. sumerl. 46,43.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kinnebackeF., M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kinnebacke , F., M. nhd. Kinnbacke, Unterkiefer, Unterkieferknochen, Wangenbein, Wange Hw.: s. kēnebacke; vgl. mhd. kinn…

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Wortbildung

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Zerlegung von kinnebacke 2 Komponenten

kinne+backe

kinnebacke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kinnebacke‑ als Erstglied (2 von 2)