Eintrag · Rheinisches Wb.
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Kern II kErə(n), kEr, kEn, –Eə-, –ēə-, –īă-, kErn [Wermelsk kein; MülhRuhr -a-], s. Dorn; Pl. wie Sg. bei -rn, aber auch -rnə(n); bei -r- Ausgang -rə(n); Demin. kEr(n)χə(n), -kə m. [Aach f.]: 1.a. K. einer Baumfrucht, ob es Kern- oder Steinobst ist (für letzteres auch Stein), Appel-, Birre-, Quetsche-, Kirsche-, Prumme-, Piərsche-, Komkommerek. (Gurken-); wenn de K.ə schwarz sen, sen de Äppel rif; us enem klene K. wiərd ene grusse Bom Rip, Allg.; Ketsch on K. Kerngehäuse u. K. Heinsb. RA.: Mot dem wöll ich ken Kirschen essen; denn et wör mir bang, dat ich annesch nüst kreg we de K.ə Malm-Weywertz, — denn se werpe enge de K.ən a jene Kopp Aach, Allg.; met richen Heren es nit got Kerschen esse; de spritzen einer met de K.ə Köln-Stdt. Eins, keins, Kischen, K., Knickert Abzählr. Merz-Bergen. — b. das einzelne Getreidekorn (neben krə) Frochtk.; dei Frocht hot des Johr ei schene K. Rhfrk, Hunsr, Saar bis Merz; dat sen K.ə, wie se Dauwe (Tauben) net schener kenne sesammedrahn Bernk-Crumenau; das Samenkorn der Runkelrübe ist ausschliessl. Kere; K.ə stecke den Runkelrübensamen in den Acker legen Rhfrk, de K. setzen Trier. — Kern der geschälten Hafer Sieg-Fussh. — K. Salz, Pefferk. Korn Salz, Pfeffer Saarl, Merz. — c. Nusskern Allg. RA.: We me de K. häwwe will, mutt me de Nütt kraken Mülh-Ruhr. — d. Kerkes Bucheckern, in der Kinderspr. MGladb-Mülfort. — 2. das gute, feste Innere, u. zwar a. im Holze, K. on Herz Sieg, Allg. — b. Leder aus der Mitte der Haut, e Stöck aus dem K. Mosfrk, Allg. — c. das Mark im Horn des Rindviehs Bitb, Prüm. — d. der reine Flachs, nachdem durch das Hecheln das Werg abgetrennt ist Hunsr, Westerw, Siegld, Sieg, MülhRh, Monsch-Vossenack. — e. das feste Innere des Kohlkopfes Wippf-Reudenb. — f. die Schicht unter der obersten Sch. des Ackers Heinsb-Lümb. — g. Fleischstück vom Bug des Schlachtviehs, Brustk. Allg. — h. das Beste; dat es K. dauerhafter Stoff Allg.; do es noch K. en; de hät ene gode K. (en sech); der K. van der Sach; ener Sach op de K. gohn nach dem Nhd. Rip, Allg.; dar es loder (lauter) lirig K. durchaus solid Birkf; dot es net alles K. ist nicht echt, kernig, vom Holz Erk-Elmpt; der hat ävver K. ist sehr stark Sieg-Süchterschd; der hat de K. geschnidden ist mutlos Kobl-Kettig; de's k. (Adj.) kerngesund Kemp; dat es k. Strüəh sehr starkes Stroh Kref; he es alt, ävver noch k.; de Balke se usewendig voll Spond, ävver ennewendig se se noch k. on hart MüEif; Keər ein schönes Mädchen Koch-Driesch. — 3. übertr. a. Gerstenkorn, Geschwulst am Augenlide Ottw-Gennw, Prüm-Reuth. — b. kleiner Tonklicker, meist nur Pl. Keren; K.ə scheten (schiessen) Geilk, Heinsb, MGladb. — c. Wurzel des Fingernagels Saarbg, Malm-Grüffl. — d. Kehlkopfknorpel Eusk-Friesh, Dür-Winden. — e. Pl. Vertiefungen in den Schneidezähnen der Pferde, woran man das Alter erkennt Daun-Strohn. — f. Pl. Kene kneppe dürre Äste mit einem langen Haken vom Baume reissen; auch vom Winde abgewehte dürre Baumäste Rheinb-Hilberath Queckenbg.
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DialektKern II
Rheinisches Wb.
Kern II kErə(n), kEr, kEn, –Eə-, –ēə-, –īă-, kErn [ Wermelsk kein ; MülhRuhr -a- ], s. Dorn; Pl. wie Sg. bei -rn, aber a…
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Kompositum 4
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Cotta, M. (2026). „kernii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kernii/rhwb?formid=K04366
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Cotta, Marcel. „kernii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kernii/rhwb?formid=K04366. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „kernii". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kernii/rhwb?formid=K04366.
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