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Keile

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Keile

Keile

Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbucht’ (eigentlich ‘schmaler Spalt’), ablautend mnl. kille, nl. kil ‘Rinne zwischen Sandbänken’ gehören zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (s. Keim). Es handelt sich wie bei der Variante mhd. kīdel ‘Keil’ um Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen ie. -tlo- (germ. *kiðla- bzw. *kiþla-), wobei sich die Bedeutung ‘spitz zulaufendes Spaltwerkzeug’ entweder aus der Vorstellung eines spitzen Pflanzenkeimes oder der aufbrechenden Knospe entwickelt. – Keilschrift f. Bezeichnung für die aus einer Bilderschrift entstandene, mit keilförmigen Schriftzeichen geschriebene Schrift der Sumerer, Babylonier und Assyrer (19. Jh.). keilen Vb. ‘Keile eintreiben, mit Keilen spalten, festmachen, (ein)schlagen’, mhd. kīlen, auch ‘in die Klemme bringen’, nhd. ‘schlagen’ (um 1600); (sich) keilen ‘(sich) prügeln’ (17. Jh.), verbreitet in der Gauner- und Studentensprache. Keile Plur., heute auch Sing. f., ‘Schläge, Prügel’ (18. Jh.). Keilerei f. ‘Prügelei’ (19. Jh.). verkeilen Vb. ‘mit Keilen festmachen’ (15. Jh.), ‘verprügeln’ (19. Jh.). Keiler m. ‘Wildeber’ (17. Jh.), zu keilen ‘hauen, schlagen’, nach der mit den Hauzähnen ausgeübten Tätigkeit.
1312 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    keile

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    keile , pl. prügel, schläge, s. keilen 4, c.

  2. modern
    Dialekt
    Keile

    Rheinisches Wb.

    Keile ke·i.lə, –ę·i.- nach der Umgangsspr. verbr. Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk Pl. t.: Hiebe, Prügel; do gof et K.; z…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keile

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

keile‑ als Erstglied (8 von 8)

keileisen

DWB

keile·isen

keileisen , n. gleich keilhaue: ascia, ein kile ysen. Diefenbach 53 b , 15 . jh.

kêⁱleken

MNWB

keile·ken

kêⁱleken „ holunder-, alhorn-, vlederblomen ”, Sambucus nigra. —

keilen

FWB

1. ›einen Keil in etw. schlagen‹; 2. ›jm. hart zusetzen‹.; 3. ›das Streichbett des Pfluges befestigen‹.

Keilerei

Pfeifer_etym

keile·rei

Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbu…

Keilerkopf

PfWB

keiler·kopf

 Keiler-kopf m. : FlN. a. 1750: Keiler Kopf [KU-Einöll (GdArch.)].

Keiler(t)

RhWB

keil·ert

Keiler(t) m.: 1. a. kī:lər Sg. u. Pl. Eber Neuw-Dattenf ; Keiler als Name des männl. Wildschweines ist nach dem Nhd. im Gebirge bekannt. — b…

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APA
Cotta, M. (2026). „keile". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/keile/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „keile". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/keile/pfeifer_etym. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „keile". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/keile/pfeifer_etym.
BibTeX
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