Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kamerte f.
kamerte , f. 1 1) eine art spalier im weinbau am Rhein; in einer weinbergordnung von der Bergstrasze v. j. 1570 wird den bestendern und leibgedingern aufgegeben, sie sollen auch den wingart ufrichtig ( in gutem stand ) halten mit stifln, druedern und kamerten. Mone zeitschr. f. gesch. d. Oberrh. 3, 290 . bei Dasypodius kamerdreben, jugatae vites 360 c (4. ausg. 1547 kamerd reben); in andern wbb. find ichs nicht, nur bei J. G. Haas deutschlat. wb. Ronneburg und Lpz. 1808 'kammerlatten, kammerten, pali vitibus alligandis '. noch jetzt wird am Oberrhein in der Pfalz wein vielfach an kammerten erb…