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käumen

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

käumen

Bd. 4, Sp. 336
käumen das Wort ist allg. an der Saar, Mos bis Koch-Treis, Eif, Rip (rrhn. von Neuw-Linz Burglahr an), Berg, SNfrk bis Geld-Walbeck Pont Wetten Winnekendonk Veert, Mörs-Birten Menzelen Rheinbg, in Klev-Stdt Wissel, Duisb, MülhRuhr, u. zwar Saar, Mosfrk -aim-, –ęi-, –ę·i.- [Bitb-Bollend -ę·m.-; Daun-Wiesbaum -y-; Lissend -ø-; Merz-Neumünster Part. gəkīm]; im nicht entrundenden Teil des Diphthongierungsgeb. an der Ahr -ø·y.-; sonst Rip, Berg, SNfrk -ȳ:- [Malm, WSchleid, Monsch, Eup, Aach, Jül, SGeilk, MGladb-Viersen -y·m.; SNfrk ky·m.s, hE ky·m.t, Prät. ky·m.də, Part. jəky·m.t; Monsch-Witzerath Part. jəkȳ:mt u. -ū-]; Mörs, Geld, Klev, Ruhr -ym- schw.: 1.a. [WEif 1856 sich k.] bei jedem kleinen Unwohlsein, bei jeder zu schwer dünkenden Arbeit klagen, stöhnen, oft kränkeln, überhaupt ohne Grund klagen, jammern, um Mitleid zu erregen; unzufrieden sich äussern, sich über sein Los beklagen; auch der Sterbende käumt; dat Framensch keimt de ganzen Dag, mer mänt (meint), et geng him derschlechscht (am schlechtesten) vum ganzen Därf (Dorf) Merz-Saarhölzb, Allg.; du küms och für jede Tüttelött (Kleinigkeit) Jül, — jede Dreck Allg.; de kümmp de gonzen Dog wie e Weit (Kind) Kemp; wat he kümmbt, he hät et ärg schwoər MGladb, Allg.; he kümp sech jet zesamme; de kann jet k., wann e jet dohn moss; möm K. allen (allein) et et net gedohn, et moss och gearbet werde Rip, Allg.; hean hält sich om em (einem) K. Bitb, Allg.; e keimt su schwer Mosfrk, Allg.; he kümt all lich (leicht) jet Selfk, Allg.; hei let (liegt) önner te k. Klevld; beliebte Verb. k. on klagen Allg.; k. on kärmen (s. d.); k. on kneste Geld; k. on wimele Rheinb. RA.: We lang kömmt, jit alt Daun-Lissend. De kümp wie en Geiss, die Bretzele friss Köln, — als wenn e de G. leide (leiten) wollt Ahrw-Remag. Dörsch (dürfte) ech mar (nur) kalle (reden) över de Kauver (Kälber), küəme de Köh an't k. beim Reden über die Kinder fühlen sich die Eltern getroffen Heinsb. Den kümmt met gesonde Knök (Knochen) Klevld. Dat K. es su Bureart MüEif. Met K. wiərd vell Geld gsepart ebd. Hongks Loggen (lauten, bellen) on Fraulöcks K. kann mer net ästemieren Sieg-Kuxenbg. K. de Katte (Katzen), da roəsen (rasen) de Ratte Heinsb. Ühm (Oheim), küm, wenn ich di noküəm (nachkäme) un dich de Pif afnüəhm, wat dehste dann? zu einem Alten, der gerne die Pfeife raucht Jül. — b. schwer stöhnend, pustend atmen bei harter Arbeit, schwerem Gehen, bei Kranken; wie mer om Bahnhof akomm sen, hammer äwer gekeimt Mosfrk, Allg.; heran-, heraf-, heropgekümp kunn Rip. Allg. RA.: Et K. es de Kruən (Krom) van et Werk Heinsb; K. es hauf (halb) Werk Aach; got gekümmpt es half gewerkt MGladb. De keimt wie e (alt) Perd Bitb, Neuss, — en al Kuh Trier-Mehring, — en al Frau Prüm, — wei wann en e Maler (Malter) Wäss (Weizen) op em Bockel hät Saarbg-Winchering. Hen as esu sat, dat e keimt Bitb-Herforst. He kann rüme (Reime machen), ohne ze k. Dür-Winden, Trier-Mehring, Bitb-Geichl. — 2.a. sich recken u. strecken, sich ausruhen; nou gonn ech hevesch (heim) en k. noch get en gonn da schlope Eup. — b. nicht durchessen Wermelsk. — c. wiederkäuen, vom Rindvieh Gummb. — Abl.: die Käumerei, dat Gekäum(s) (e G. on e Gemaks Trier-Stdt), sich zerk. (Rip).
3252 Zeichen · 82 Sätze

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  1. modern
    Dialekt
    käumen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    käumen das Wort ist allg. an der Saar, Mos bis Koch-Treis , Eif, Rip (rrhn. von Neuw-Linz Burglahr an), Berg, SNfrk bis …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaeumen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von kaeumen 2 Komponenten

kau+men

kaeumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von kaeumen (2 von 2)

bekäumen

RhWB

be-käumen: 1. etwas b., beseufzen, beklagen Allg. — 2. sich b., sich beklagen, kränklich, arm tun Saarbg , Trier , Wittl , Bitb-Hütting Daun…

verkäumen

RhWB

ver-käumen: sich v., sich keuchend abarbeiten Saarbr-Völkl .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kaeumen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kaeumen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „kaeumen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kaeumen/rhwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kaeumen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kaeumen/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kaeumen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kaeumen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-10},
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