Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kacheln
kacheln
Kachel f. ‘gebrannte (glasierte) Tonplatte’, ahd. kahhala ‘Topf, Gefäß der Öllampe’ (11. Jh.), mhd. kachel(e) ‘irdenes Gefäß, Geschirr’, auch ‘Ofenkachel’, ist aus vlat. *cac(c)alus, *cac(c)ulus entlehnt, das entweder aus lat. cac(c)abus ‘Tiegel, Pfanne zum Schmoren’ hervorgegangen oder als Klammerform des zugehörigen Deminutivs spätlat. cac(c)abulus ‘kleiner Tiegel’ aufzufassen ist. Vorauf geht griech. kák(k)abos, kak(k)ábē (κάκ(κ)αβος, κακ(κ)άβη) ‘Kochgeschirr’. Vgl. in: ZfrPh 57 (1937) 585 ff. und Germania Romana 2 (1968) 135 f. Die Kenntnis des Tonbrennes bei den Germanen geht auf die Römer zurück. Die ursprüngliche Bedeutung ‘irdener Topf, Kochgeschirr’ ist noch im 16. Jh. nachweisbar. – Dazu kacheln Vb. ‘mit Kacheln versehen’ (19. Jh.). Kachelofen m., mhd. kacheloven (13. Jh.).