Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Hülsenfrucht
Hülsenfrucht
Hülse f. ‘Schote, Samengehäuse’ (besonders der Hülsenfrüchte), davon übertragen (16. Jh.) ‘hüllendes, umschließendes Behältnis’, ahd. hulisa (11. Jh.), mhd. hülse ‘Samenkapsel, Schote’ gehört als Bildung mit s-Suffix zu den unter hehlen und hüllen (s. d.) genannten Verben und damit zur Wurzel ie. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’. Vgl. die auf andere Weise gebildeten Substantive wie ahd. helī ‘Hülle, Gewand, Schürze’ (um 800), aengl. hulu ‘Schote’, engl. hull ‘Hülse’ sowie got. hulistr ‘Hülle, Decke’. – Hülsenfrucht f. (16. Jh.), dazu Hülsenfrüchte Plur. (18. Jh.).