Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Honigmond
Honigmond
Honig m. Der von Bienen aus Nektar und anderen Säften lebender Pflanzenteile erzeugte süße Stoff ahd. honag, honeg (8. Jh.), honig (9. Jh.), honang (nur bei Notker, um 1000), mhd. honec, honic, asächs. huneg, honeg, hanig, mnd. hōnich, honnich, aengl. hunig, engl. honey, nl. honi(n)g, anord. hunang, schwed. honung, honing ist benannt nach seiner goldgelben Farbe. Denn mit germ. *hona(n)ga- vergleichen sich aind. kāñcanám ‘Gold, Geld’, kāñcanaḥ ‘golden’, griech. knēkós (κνηκός) ‘gelblich’, apreuß. *kunkan ‘braun’ (da überliefertes cucan wohl als *cȗcan, d. h. cuncan zu lesen ist). Daraus läßt sich trotz gewisser Unsicherheiten in der Beurteilung der Ablautverhältnisse ein Ansatz ie. *kenəko- ‘honiggelb, goldgelb’ erschließen. Das in den germ. Formen bisweilen auftretende -n- in der zweiten Silbe kann entweder als Nasalierung der Suffixe -ag, -ig (nach dem vorangehenden n) oder als Einfluß der Suffixe -ing, -ung begriffen werden. Neutrales Genus gilt bis ins 18. Jh., doch treten seit dem 16. Jh. bereits maskuline Formen auf. – Honigmonat, Honigmond m. ‘Flitterwochen’ (18. Jh.), Übersetzung von gleichbed. frz. lune du miel, (heute lune de miel), das seinerseits engl. honeymoon wiedergibt. Die engl. Bildung (Mitte 16. Jh.) geht anfangs von der Vorstellung aus, daß die Zuneigung eines jungen Paares wie die Mondphasen wechsele.