Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
hirngespinnst n.
hirngespinnst , n. was das hirn spinnt, müszig ausheckt. das wort wird hier zufrühest aus quellen der 1. hälfte des 18. jahrh. nachgewiesen, musz aber älter sein, da die ihm zu grunde liegende redensart vom spinnen des hirns bereits im 17. jahrh. gäng und gäbe ist, vergl. hirn 4, sp. 1557. vor ein hirngespinste, fabel und mährlein eines lustigen kopfs halten. Plesse, vorrede; und die geistige liebe, die sich nur mit den eigenschaften der seele gattet, ist ein hirngespinste hochmüthiger schulweisen. Gellert ; diese erkenntnisz würde gar nichts, sondern die beschäftigung mit einem blosen hirnges…