Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
heimbürge swM.
2 ‘ städtischer Bote; Gemeindediener, -bote’
1 ‘Orts-, Gemeindevorsteher’ in Dörfern und Städten mit administrativen und richterlichen Aufgaben (vgl. 2HRG 2,895-897): tribunus: heimburgo SummHeinr 2:517,01.25; daz wi burgeri zu Mulhusen sullin sezzi alli iar einin heimburgin Mühlh 151,5; jch spriche ouch vmbe den heimburgen, den men alle iar setzet in dem dal ze Andelahe, swes die geburschaft [...] vber ein koment, daz den die von Andelahe setzent svlnt UrkCorp (WMU) 1953,3; diz ist der mendac, den Heinrich, der heinburge von Bach, hat gegeben den heren von sante Joh’s ebd. 915,32; ober schult richt eyn heymborge, als vere als he mag, / kunde he eme nicht gerichten, so solde eme eyn zeyntgrebe sizse WeistGr 3,325 (14. Jh.); schulteize, heimburge, scheffen und gemeinde zuͦ Covern UrkMoselQ 199,11 (a. 1347); Mühlh 152,19 u.ö.; StRStraßb 50,9; UrkAgr 257 (a. 1328). – als Bestandteil von Personennamen: Cvͦnrat der hainbúrge UrkCorp (WMU) 3362,5 u.ö. 2 ‘ städtischer Bote; Gemeindediener, -bote’ Fritzen Grawen, unseren geswornen heinburgen [...] senden wir [Rat der Stadt Speyer] uch ze botten MGHConst 5:380,24 (a. 1317). – hierher? preco: butil vel heimburgo SummHeinr 1:287,249
MWB 2 1283,41; Bearbeiter: Bohnert