Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Hamann
Hamann , Joh. Georg, der „Magus aus Norden”, geb. 1730 zu Königsberg, studierte Theologie, dann Jurisprudenz, doch weit mehr schöne Wissenschaften, führte lange Jahre ein unstätes Hauslehrerleben, wurde 1767 Schreiber und Uebersetzer bei der Accisedirection seiner Vaterstadt, 1777 Packhofverwalter, lebte kränklich aber frei von Nahrungssorgen zuletzt in Düsseldorf und Münster, wo er 1788 st. und wo ihn die Fürstin Galyzin in ihrem Garten begraben ließ. Das Unstäte u. Planlose seines Wesens spiegelte sich auch in seinen Schriften; ihr dunkler und anspielungsreicher Styl schon schreckte die Lese…