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Halbmond

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Halbmond

Bd. 8, Sp. 646
Halbmond, Wahrzeichen des türkischen Reiches auf Minaretts, Flaggen, Feldzeichen u. a., ging nicht, wie man früher annahm, bei der Eroberung Konstantinopels von den Griechen, bei denen der H. Attribut der Artemis und auch Stadtwappen von Ephesos war, auf die Türken über, noch wurde es auch von diesen als Erinnerung an den in der Nacht der Einnahme von Konstantinopel zur Hälfte verdunkelten Mond zum Wahrzeichen gemacht; die Türken hatten vielmehr den H. bereits seit Jahrhunderten geführt. Das Zeichen des Halbmondes ist dem Hufeisen mit Roßschweif nachgebildet, das schon die Nomadenhorden des 13. Jahrh. ihren Heerzügen als Panier vorantrugen. Sultan Mohammed Tekesch von Chwaresm (1192–1200) schmückte die Spitze seines Zeltes mit einem H., und Orchan (1326–60) heftete an die rote Fahne, die er den Janitscharen verlieh, einen silbernen H. Die heutigen Türken erklären den Ursprung ihres Flaggenzeichens aus einem Wunder des Propheten, der, um einige Skeptiker zum Schweigen zu bringen, den Vollmond in zwei Stücke geschnitten und eins derselben in seinen Rockärmel versteckt habe. Der H. mit einem Stern (türk. ai-ile-jyldys oder aijyldys, d. h. Mond mit Stern), den die türkischen Banner jetzt tragen, war das alte Wappen Illyricums, wie die Münzen aus den Zeiten Hadrians, des Septimius Severus u. a. beweisen; er findet sich auch auf vielen alten Grabsteinen im Drinatal. Diese Zusammenstellung ist daher keine ursprünglich islamische. – In der Militärmusik ist H. soviel wie Schellenbaum (s. d.).
1510 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    HalbmondDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Halbmond , des — es, Mz. die — e , der halbe Mond, die Hälfte der erleuchteten Mondscheibe, welche wir immer zwische…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Halbmond

    Goethe-Wörterbuch

    Halbmond 1 Abends sieben .. Stern und H. leuchten T1,10,4 v 30.10.75 2 Symbol türk-islamischer Herrschaft (iGz ‘Kreuz’) …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Halbmond

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Halbmond , der zunehmende, Emblem des türk. Reichs, von Byzanz od. Konstantinopel, dessen Wappen es war, angenommen; tür…

  4. modern
    Dialekt
    Halbmondm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Halb-mond m. : 1. wie schd., -mond, -mound, -mund, -mand, s. Mond [verbr.]. — 2. 'halbmondförmiges Loch in der Scheunenw…

  5. Spezial
    Halbmond

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Halb|mond m. (-[e]s,-e) mesalöna (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit halbmond

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von halbmond 2 Komponenten

halb+mond

halbmond setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

halbmond‑ als Erstglied (8 von 8)

Halbmondlich

Campe

halbmond·lich

○ Halbmondlich , adj . u. adv . gleich dem Halbmonde, in Gestalt des Halbmondes. — Die hohen Führer erschienen, Rolleten schnell halbmondlic…

Halbmondschnecke

Campe

halbmond·schnecke

Die Halbmondschnecke , Mz. die — n , ein Name der Schwimmschnecken, weil die Mündung derselben einen Halbkreis oder Halbmond bildet; bei And…

halbmondweise

DWB

halbmond·weise

halbmondweise , adv. : umgabe uns ein groszer haufen wölfe, welche uns anfänglich von hinderwärts halbmonweis umbschlossen hielten, gleich a…

Halbmondwinde

Campe

halbmond·winde

Die Halbmondwinde , Mz. die — n , bei den Böttichern, eine kleine Winde mit welcher sie zuweilen kleine Fässer im Halse, d. h. auf einer sch…