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Häpe

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Häpe

Bd. 3, Sp. 242
Häpe Allg., u. zwar Rhfrk hEp, –ē- [Kreuzn-Heddesh, Bernk-Merschd -ī-]; Mosfrk, Rip -E:-; [doch -ę- Wittl-Reil; -:- Monsch-Rollesbr; -e- Malm-Bülling; -i- Trier-Zemmer, Wittl-Meerf, Malm-Amel, Monsch-Stdt]; Wittl, Bitb, Daun, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach -ī:- [-ə·i.- Wittl-Landschd, Prüm-Densborn Ihren]; SNfrk -ī·ə.- [-i- Kemp-Hüls]; Berg ö. Ürd.-L. hE:pə, -E- [das OBerg unterscheidet hEpə von hipə Werkzeug des Schieferdeckers zum Zurechthauen der Leien]; Siegld hEbə; Klevld hīp, –i- (auf altes î zurückgehend); Pl. -bə(n), -pə(n); Demin. -bχə(n), –pχə(n), –pkə [SNfrk, Klevld auch hepkə] f.: 1.a. kurzes einschneidiges, 20—35 cm langes Haumesser, Handbeil mit kurzem 10—15 cm langem, rundem Holzstiel, 20 cm Schlagfläche, dessen Stiel und Schneide zunächst eine gerade Linie bilden, das aber vorn etwas gebogen ist (H. mot er Schnüss dra Aden-Liers); es hat Ähnlichkeit mit einem Küchenhackmesser, ist aber nicht so breit u. länger; es gibt auch Formen, bes. Mosfrk, deren Rücken u. Schneide halbsichelförmig gebogen ist; im H.stiel steckt der Dorn der eigentlichen H.; man benutzt sie zum Entästen, Abhauen dünner Bäume, Sträucher, des Knüppelholzes, Dorngestrüppes, beim Lohschälen, zum Zerkleinern des Schanzenholzes u. der Reiser, zum Spitzen der Pfähle, zum Aushauen der Wiesengräben, in der Selfk auch als Hackmesser des Fleisches (zum Weidenschneiden, aber dann mit hakenförmiger Klinge SNfrk) Allg. (mit Ausn. des Berg.). RA.: So bott (stumpf) wie en H. SNfrk; et hait (haut) wie en helzen H. gar nicht Wittl; he fällt ut wie en au (alte) H. Kemp, Erk, Geilk; dat geht der wei en H. sehr schnell Wittl. So steht die H. em Stiel! so ist die Sache Saarl-Niedaltorf. De H. steht am Hemmel er ist geistesschwach Kref-Fischeln. Do bös so onbehaue, äs wennste möt er H. gemäck wüərsch ein plumper Mensch SNfrk; ene Kerl, äs wann er möt de H. gemäkt wür Erk-Örath. Dat os met de H. ausgehau schlecht gemäht Koch-Lutzerath. Dat sieht ut, als wenn me de Kuh met der H. schert Gummb-Peisel; et küt sech net op en Hor, we mer en Gess (Ziege) met er iser H.ə schiert Sieg-Scheiderhöhe, — wenn mer en Katz möt der H. schiərt Eusk, Rheinb, Bo. Mer ment, de hätt de Hor met er H. eronnergehaue krigt so ungleichmässig geschnitten sind sie Kobl-Bend, Verbr. Ein neugeborenes Kind es en de H. gefallen ist kein Junge, sondern ein Mädchen (auf die Vulva bezüglich) Gummb-Berghsn. De Möəhnen (Tanten) hänt op H.ən getuscht sind weitläufig verwandt Wippf-Dohrgaul; do hat ens en H. onger (unter) em Schaf (Schrank) geschlofe (geschlafen) Eusk. — Wenn man die H. auf dem Hauklotz stecken lässt, so tut dies den armen Seelen weh Koch. — b. Sichel, sichelartiges Messer, krummes Gartenmesser; kurze Sense zum Abhauen von Heidestreu für die Haubergsarbeiten Siegld, Altk, Waldbr; ab u. zu auch zum Grasschneiden benutzt (Kruth.) u. zum Abhauen der Heide (Schapph.) Berg, aber auch bis nach Sieg, MülhRh hinein (Häpche). RA.: Er het en Schlag mit de H. er ist verrückt Barm; de spellt mem Häpke Düss-Kaiserswerth. Din Isen schlip, haul scharp de H. on glöf an Gott, dat hölpt di fort! NBerg. Der hät H.ən gedritten (geschissen) der etwas aus der Kanne verschüttete, bes. von einem Kinde, das Waldbeeren aus seinem Körbchen verschüttete Gummb-Berghsn Ründeroth. — c. Metzgerbeil Mettm-Vohwinkel. — d. sichelartig gekrümmtes Messer zum Gebrauch im Weinberg Goar, Kobl-Winning. — e. Brotmesser, mindestens 7 cm breit Grevbr-Hochneuk. — 2. übertr. a. sachl. α. altes, schartiges Messer, en al H. Rip, Geilk, Berg, Siegld, Westerw. — β. eng au H. alter, wackliger Gegenstand Aach-Brand. — γ. scherzh. lange Nase Kreuzn-Oberhsn. — δ. in der Form einer H. verlaufendes Feld Kemp-Waldniel. — ε. Hauhechel, ononis spinosa Mettm-Vohwinkel, Ess. — b. persönl. verächtl. α. en al H. altes, zanksüchtiges Weib, unordentliches, schmieriges, freches W. Berg; en plompe H. plumpes W. Geilk-Oidtw. — β. en al H. alte Kuh Sieg-Seelschd.
3973 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    häpe

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    häpe , f. messer für gärtner und winzer von sichelartiger gestalt. die form des wortes schwankt nicht nur im vocale sond…

  2. modern
    Dialekt
    Häp(e)

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Häp(e) [Hápə Heidw. ; Hapə Mü. ; Hap Steinb. NBreis. M. Meiss. Molsh. Mutzig Ndhsn. Str. Brum. Schleit. ; Hép K. Z. ; Há…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haepe

18 Bildungen · 18 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

haepe‑ als Erstglied (18 von 18)

Häpendreisser

RhWB

haepen·dreisser

Häpen-dreisser -īt- m.: 1. ein Kind, das auf dem Heimwege aus dem Walde Waldbeeren aus seinem Körbchen verschüttet Gummb-Ründeroth . — 2. al…

Hǟpengriᵉp

WWB

Hǟpen-griᵉp m. Griff der Sichel (Frbg.) ( Bri Ab).

Häpenholz

RhWB

haepen·holz

Häpen-holz n.: 1. -holt das mit der Häpe geschlagene H. — 2. -holts eine Art Gehenke, in dem die Häpe hängt, während derjenige, der die Äste…

Hǟpenhō²p

WWB

haepen·hop

Hǟpen-hō²p m. Metallring, der das Spleißen des Haumessergriffes verhindert ( WmWb ).

Häpenmesser

RhWB

haepen·messer

Häpen-messer n.: 1. hī:pmęs zusammenklappbares Gärtnermesser Kobl-Bend . — 2. hipkəsmęs Küchenmesser Dinsl-Hünxe Sterkr .

Häpenrecht

RhWB

haepen·recht

Häpen-recht Trier-Zemmer (von einem Manne von 80 Jahren 1928 berichtet) n.: früher bestand in den Wäldern das H., d. h. jeder konnte das, wa…