Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gundermann
Gundermann
Gundelrebe f. hellviolett blühender Lippenblütler, ahd. gund(e)reba f. (9./10. Jh.), gunderebo m., mhd. gunderebe, mnd. gundelrēve, ahd. gundrāba f., mnd. gundelrāve, mnl. gond(e)rave; Herkunft ungewiß. Eine angenommene Umbildung aus ahd. *gruntreba, das als Wiedergabe von lat. (h)edera terrestris gilt, ist wenig wahrscheinlich. Vielmehr dürften Namen wie Grundrebe f., frühnhd. grundreb (15. Jh.), mnd. gruntreve nachträglich hinsichtlich der Bodenausläufer an Grund (s. d.) angelehnt sein. Volkstümlicher Einfluß des Personennamens Gundram führt zu Gundermann m., ahd. gund(e)ram (Hs. 12. Jh.), mnd. gunderam, gundram, gunderan. Vgl. 2, 698 ff.