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Grummel IV

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Grummel IV

Bd. 2, Sp. 1445
Grummel IV, Grümmel -u·m.-, –y- Köln-Stdt, Prüm-Burb; -o- Rheinb-NDrees, in Bergh, Grevbr hier u. da; sonst Rip, Berg, SNfrk bis Mörs-Rheinbg (-y-) Friemersh (--) -ø-, seltener -y-; doch Eup -:-; Erk, MGladb Geilk, Heinsb, Kemp -ȳə-; Rhfrk, Mosfrk -i-; doch uSaar, Trier, Bitb, Wittl, Bernk -ī-; Pl. -ələ, –əln, Demin. -əlχə(n), –əlkə m. [hier u. da f.]: 1.a. Brotkrümchen, Rest, Überbleibsel von Brot u. Kuchen; Speisereste; Gr.ə machen das Brot zerbröckeln; de Gr.ə vam Desch kehren; dat Brut mach ze vill Gr.ə; du krigs de Gr.ə, wannste net ardeg bös! Rip, Allg. RA.: De socht (sucht) et och en de Gr.ə der Geizhals Kobl, Westerw, Siegld, Hunsr; mer därf net in de Gr.n siche nicht kleinlich, streitsüchtig sein Hunsr. Äm (einem) Gr.ə en de Kez (Rückentragkorb) mache Unannehmlichkeiten Saarbr-Sulzb. De hät ene Gr. en de Tröt (Trompete) dem ist ein Gr. (etwas) in die Luftröhre geraten Rip, SNfrk; et es en Gr. e gen Bröuh (Brühe) ein Haar in der Butter Eup. Dau lewer Gott em Himmel, bescher mir Kuscht (Kruste) un Gr., äwer kane Limmel (schlechten Mann)! scherzh. Gebet für Mädchen Zell-Briedel. — b. -iməln, –ī- Pl. Überreste vom Brotteig, derartig gewirkt, dass sie nicht mehr einen zusammenhängenden Teig bilden, sondern sich in viele kleine, aber steinfeste Bröckchen zerkrümmeln, als Sauerteig für nicht sehr saures Brot dienend; sie werden in einem Säckchen luftig aufgehängt u. am Tage vor dem Gebrauch zerrieben u. mit lauwarmem Wasser aufgeweicht; im Gegens. zum Deissem oder Damp, dem feuchten S. Hunsr, Saar, Trier bis Zell, WEif; de Gr.n machen fertig m.; de Gr.n weichen, anrihren, enmeren. RA.: Den hat dem emol de Gr.n gesent (gesegnet) ihn gründlich zurechtgewiesen (die Hausfrau segnete die Gr. vor dem Aufbewahren); wat hun eich Gr.n gerohrt kret! Trier, Wittl, Bitb, Prüm. — c. -i·m.əln Pl. aus Ei u. Mehl gemachte Klümpchen für Brühen u. Suppen, ebenso die Klümpchen im Gr.brei Prüm; -y·m.əl Sg. ein aus Hafermehl u. saurer Milch bestehender käseartiger Brei, der ungekocht mit dem Löffel gegessen wird; er wird abends den Gästen, die aus der Nachbarschaft zum Uten (uchten) kommen, vorgesetzt; auch sur Gr. Malm; -ø- Sg. der Teig, von dem Pfannenkuchen u. Waffeln gebacken werden Malm-Bütgenb. — d. Reste von Tabak in der Pfeife, in der T.blase, überhaupt kleine Teile von Sachen, Abfälle, bes. verächtl.; auch der kleine Besitz eines Mannes, der aber von seinem eingebildeten Reichtum sehr eingenommen ist Allg. En Glas udgl. en (se) Gretz un Gr.ə schlahn in kleine Stücke Birkf-Idar, — zu grauss on Gr.n schleihn Merz-Mond. — e. -imələ(n) Pl-Kompostdünger, bes. Kohlenasche mit Sand vermischt, zur Wiesendüngung Birkf, Meis, Wend, Ottw, Trier-Clüsserath; Dünger, Peərdsgriməln Bitb-Dudeld. — f. -ȳəmələ Pl. Ausschlag am Munde MGladb. — g. ein wenig eine Kleinigkeit, gern Demin. Allg.; ke Gr.che Brut fresse; gef mer ene Gr. met; et steht noch ene Gr. Kaffe do u. so ene Gr. Wasser, Strüh udgl.; noch kene Gr. kriste; do wess ech kene Gr. van; van dem ganze Verzäll es kene Gr. wohr; er hät kene Gr. ze son (sagen); et schad em kene Gr.; ech wor dis Johr noch kene Gr. krank; ech ben kene Gr. möd (müde) Rip, Allg.; Gottsgrimmelchen nicht das geringste Merz; kän Gottsengr. Saarl-Wadgassen: ken Goddesgr. Prüm-Leidenborn; ke gottsige Gr. Ottw-Neunk; Kotzgr. Saarbr-Sulzb, Zell-Briedel; kei Kotzegrimmelekeidchen Koch; genge Gottsgrömmel Aach; kan Gretz a kan Gr. Bitb-NWeis Geichl; kai Gritzgremmelche Siegld; ebbes se Gretzegremmele verschlahn Birkf; ebbes kreizgrimmeleklän schleihn Merz-Losh; ken Gr. un ken Zeichen Merz-Saarhölzb. RA.: O Her om Himmel, siwe Konner (Kinder) on kane Gr.! Koch-Laub. — 2.a. f. kleiner Mensch Merz-Saarhölzb. — b. grise Gr. alter Kerl Köln. — S. auch Krümel. — Abl.: Gegrömmel(s) Abfall von Brot, Gebäck, Tabakstaub, Späne, das Körnige im Gespül, Gebröckel.
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Cotta, M. (2026). „grummeliv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grummeliv/rhwb?formid=G05091
MLA
Cotta, Marcel. „grummeliv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grummeliv/rhwb?formid=G05091. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „grummeliv". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grummeliv/rhwb?formid=G05091.
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