lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Grude

mnd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
7
Verweise raus
4

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Grude

Bd. 8, Sp. 440
Grude, in Sachsen und Thüringen eine Vertiefung auf dem Kochherd, die man mit heißer Asche füllt, um angekochte Speisen darin langsam gar werden zu lassen und warm zu erhalten. Nach dieser alten Einrichtung nennt man G. auch kleine eiserne Kochmaschinen, in denen durch Koksklein ein mäßiges, anhaltendes Feuer erzeugt wird. Diese Grudeherde (Spar-, Pfennigherde, s. Kochherde) werden namentlich mit Schwelkoks (Grudekoks, G.) geheizt, die beim Schwelen der Braunkohle für die Paraffin- und Mineralölfabrikation in den Retorten oder Schwelöfen nach dem Abtreiben des Teers zurückbleiben. Grudekoks sind schwarz, pulverig, leicht entzündlich, brennen aber nur glimmend, nicht mit Flamme, und liefern eine milde, gleichmäßige Hitze, wobei eine gute Ausnutzung der Wärme erreicht wird. Die einmal entzündete G. glimmt sehr lange unter der Asche fort und die Feuerung bedarf daher nur geringer Beaufsichtigung. Grudeherde erfordern, wie jede andre Feuerungsanlage, Anschluß an ein Rauchrohr, da sich aus dem glimmenden Brennmaterial auch Kohlenoxyd entwickelt.
1063 Zeichen · 10 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    grudeM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    grude , M., F. Vw.: s. grōde L.: MndHwb 1/2, 176 (grude)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grude

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    † Die Grude , plur. inus. in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, die glühende Asche. Daher das Grudenhaus, ein H…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grude

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grude , in Sachsen und Thüringen eine Vertiefung auf dem Kochherd, die man mit heißer Asche füllt, um angekochte Speisen…

  4. modern
    Dialekt
    Grūde

    Westfälisches Wb.

    Grūde ein tief in den Feuerherd gehendes Loch für die glühende Asche. In de Grud kuoken ( die krfr. Städte Dortmund, Cas…

Verweisungsnetz

18 Knoten, 10 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kompositum 9 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grude

8 Bildungen · 8 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

grude‑ als Erstglied (8 von 8)

grudehaus

DWB

grude·haus

-haus : grudenhaus ' ein haus in einem dorfe, worin die asche aufbehalten wird ' Adelung; Krünitz 20, 160 ;

grudekoks

DWB

grude·koks

-koks sind die rückstände der .. abgeschweelten braunkohle 4, 492;

grudelig

ElsWB

grudelig [krùtəlik Pfetterhsn. bis Katzent. ] Adv. nur in g. voll dicht gedrängt voll: de r Apf e lbaüm hängt g. v. In dëm Bach is t alles g…

Grudenhaus

Campe

gruden·haus

† Das Grudenhaus , des — es, Mz. die — häuser , ein Haus in einem Dorfe, in welchem die Asche aufbehalten wird.

grūderen

WWB

grude·ren

grūderen V. grausen. Et griudert mi ( Kr. Halle Hal Kr. Halle@Versmold Vm ). ¶ Vgl. NDSWB 5,773: gruddern, grüddern. — Vgl. → WWB grudderen …