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Groschel

Dial. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Groschel

Bd. 2, Sp. 1423
Groschel das zu frz. groseille gehörige Wort hat im Rhfrk, Mosfrk zwei im Anlaut verschiedene Entsprechungen, u. zwar mit gr- (kr-) u. dr- (s. Droschel I; hier der genauen Abgrenzung wegen mitbehandelt); an der uNahe zunächst ö. einschl. Kreuzn-Boos OStreit Waldböckelh Weinsh Braunw Sommerloch Schönebg Eckenr Waldlaubersh Seibersb, Goar-Weiler NHeimb grušəl; w. u. n. davon beginnt das Geb. mit dr- Anlaut, u. zwar zunächst drušəl; dann innerh. w. u. n. einschl. Kreuzn-Langenth Seesb Weitersborn, Simm-Schwarzerden Henau Gehlw Gemünden bis einschl. Birkf-Gerach OWörresb Weiden OHosenb Sulzb, Bernk-Hausen NSohren, Simm-Dickenschd Dillend NCostenz Reckershsn Kellenb Reich Neuerk Klosterchumbd Budenb Mörschb Ellern Rheinböllen, Goar-ODieb drēšəl (Birkf-NHosenb -ī-); an der Nahe w. u. südl. Staudernh Sobernh Simmern unter Dhaun Horb Kirn, in Birkf (mit Ausnahme des ORandes mit -ē-), Meis, Wend, Ottw, Saarbr bis n. einschl. Saarl-Differten Schaffhsn Hostenb Wadgass Bous Ensd Hülzw Roden Dilling Diefflen Nalb Piesb, Merz-Michelb Erbring Biel Thailen, Trier-Mettnich Kostenb Bierf Hermeskeil Damflos Züsch, Bernk-Deuselb Wirschw Langw Bruchw Schauren Kempf, Birkf-Herborn Veitsw dršəl, –ō- [innerh. dieses dršəl-Geb. einige Besonderheiten, u. zwar drō(n)šəl Birkf-Kirschw; drōšdəl Kreuzn-Heddesh Ippenschd Winterb, Birkf-Gollenb Hamb Rinzenbg, Wend-Gronig Winterb, Saarl-Bous Ensd, Merz-Reimsb; drǫušəl Kreuzn-Oberhsen, Meis-Schweinschdt, Saarbr-Heusw; grēšəl Meis-Staudernh; -ū- südl. einschl. Meis-Desloch Jeckenb Breitenh Medard bis Wend-Grumb Wiesw; drūšəl innerh. Wend-Offenb Buborn HerrenSulzb Langw OJeckenb Ilgesh Kirw NEisenb; -u- Ottw-Spiesen Wellesw Lautenb Neunk, Saarbr-Karlsbrunn; das dr-Geb. von Merz hat drēšəl in Honzr Morscholz NLosh Wadrill Wahlen; -ēi-, –e·i.- in Losh Mitlosh Conf Rappw Rimb Steinbg Thailen Waldhölzb; in Simm n. des drēšəl-Geb. drōšdəl Simm-Erb Dichtelb; drēšəl u. -ēnš- Simm-Riesw; drēšəl u. -ō- u. -ēnš- Simm-Argenth; drēšdəl Simm-Ellern Mutterschd; drEəšəl Simm-Nannhsn; drōnšəl (-ū-) Simm-Rheinböllen Liebshsn Lorsb Simmern; -ēnš- Simm-Kappel Kisselb Riegenr Horn Rayerschd Riesw; -ūnš- Goar-Werlau; -ī- Goar-Bieberich, diese -nš- Formen eine Mischform zwischen dem südl. drēšəl u. dem nördl. grēnšəl]; n. der durch Saarl, Merz, Hochw, Hunsr gehenden dr-/gr-L. beginnt das gr.-Geb., das (n. der g/j-L. kr-) im N. reicht bis einschl. Malm, Prüm-Kronenbg, Schleid-Baasem Esch Alend Ripsd Hüngersd OFreiling Rohr Fronhf, Aden-Rodder Schuld Insul Dümpelf NHeckenb Blasw Vinxt, Ahrw-Königsf Walporzh Lantershf Leimersd ONierend Unkelb (ausschl.) OWinter; rrhn. weiterhin nach N. begrenzt durch Neuw-Rheinbreitb Kalenborn Stockhsn Buchholz Limb, dann als Ostgrenze nach Süd. umbiegend Neuw-Krumschd, Altckeschd Orfgen Schürd Seelb, mit Altk-Eichen Rotst, Neuw-Altenbg Neustdt Breitschd Rossb Bremschd Leutesd die Südgrenze bildend [südl. dieser rrhn. Grenze drynšəl, –ȳ-, wie auch sonst dr-Formen eingesprengt sind; s. folg.]; folgende Formen sind im Gr.-Geb. vertreten: gršəl, –ō- innerh. einschl. Saarl-Berus Altforw Neuforw Lisd Fraulautern Wallerf Hochlimbg Rammelfang Leiding Bedersd Ittersd Felsbg; -ēi-, –e·i.- Saarl-Fürw Fremersd Guerlfang OEsch; -už- Dilling; sonst -ē- in Saarl; in Merz :-, -ī:- [-e·i.- Bachem Britten Büding Hausb Haustdt Hilbring Merching; -e- Saarhölzb; -e·i.nš- Bergen]; in Saarbg :š-, -ī:- [-e·i.- ö. Büschd Wochern Faha Kirf Trassem Cahren Fisch Onsd; dre·i.šəl Hentern Serrig (u. -ō-) Greimerath]; in Trier-Stdt u. südl. Mos grī:-, –ē:- [-e·i.- Waldrach Geisf Mander; drē:šəl Abtei Börfink Costenb (u. --) Farschw Reinsf Sitzerath (-:-)]; auf dem Hunsr in Bernk bis einschl. Trier-Bescheid, Bernk-Neunk Talling Thalfang Immert Etgert Hunolst Haag Gonzerath Andel Cues grē:š-, –ī:-, –e-; ö. dieser L. bis zum südl. davon sich erstreckenden Dreschel-Geb. in Bernk, Zell, Simm, Goar grīnšəl, –ē- [Simm-Laub daneben grēŋəl; am Südostrande von grēšəl in Bernk-Morschd Odert Gutenth Rapperath Wederath Kommen Longkamp Monzelf Lösnich Erden Zelting Maring grē:tšəl, –e-, –i-; Zell-Würrich grEnš-; Zell-Altlay Buchenbeuren -ō-; Zell-Petersw Löffelschd Panzw -ū-; in Goar zwischen grūšəl im SO u. grī:nšəl im N innerh. einschl. Henschhf Breitschd Perschd Wiebelsh Birkh Badenhard Urbar grōnšəl; Laudert Morshsn -u-; Hausbach -ę-; Bickenb -īš-; Steeg kadryšəl; Bacharach grušbəl; Neur -y-]; an der Mos u. n. der Mos in Trier, Wittl, Bernk bis Zell-Pünderich Aldegund Neef Alf grī:šəl, seltener -ē-: [Zell-Bullay Briedel Burg Merl -u-]; Bitb grišəl, seltener -e- [-ø- Baustert; -e·i.- Malbg; -u- Biesd Ernzen Ferschw Geichl Genting Obersgegen; grenχəl Messerich]; Prüm grišəl, –ī:-, auch da wo anlautend g als j gesprochen wird [krȳ(·ə.)š- Hallschlag Irrhsn Lüneb Olzh; krī:nχ- Plütschd; dryš- Auw Rott Schlausenb]; grī:šəl, –i- reicht nach O. n. der Mos bis ausschl. Bernk-Lieser Bernkastel Wehlen, Wittl-Kinh Cröv Kinderbeuren Hetzhf, Koch-Bertrich, Daun-Immerath Ellschd Udler Mehren Rengen Sarmersb Dockw Zilsd Bolsd OBetting Esch, Schleid-Ahrhütte Hüngersd Alend, von wo an östl. -nš- einsetzt; Daun hat bis zu dieser L. grī:šəl, –i- [grȳ:š-, kr-, –·ȳ.ə- Birgel Calenborn Pelm Hepr Hillesh Rockeskyll Lommersd Gönnersd Lissend Auel; grȳ:tš- Betteld Berling Hinterw Hohenfels Waldrf; -øtš- Lendersd; grøχ- u. gn- Glaadt; drī:š- OStadtf; -ȳ:nš- Boxbg]; ö. der oben genannten L., von der an -nš- gilt, hat ODaun grī:nšəl, –i-, kr-, im nicht entrundenden Teile -y-, –ȳ·ə.- [-ø- Zilsd]; Koch hat grī:nš-, –i- [-ē:- Masbg Hauroth Müllenb; griš- Eller Bremm Ediger Kennfus]; Kobl grenš-, –i-, –y- [drynš- Urmitz]; May grinš-, –y-, –ø- [-u- Brenk Galenbg OLützing Wehr; kr:nš- Dittschd Hirten Münk Luxem Reudelsterz Weiler]; Aden krynš-, gr-, seltener -ȳ:- (Leimb Lederb Spessart) [-ē:- Ürsf Wanderath; -i- Wiesenschd Herresb; -ø- Acht Virnebg; -u- Acht Kempenich Hohenleimb Siebenb Weibern; grȳ:nstəl Hausten; grȳ:šəl, kr- Rodder Insul Schuld Winnerath; -ȳ:tš- Berenb Üss; drȳ:nš- Brück Denn Liers Hönning Herschb Staffel Bongard; -nšdəl Weidenb; drønχtəl Bodenb; knȳ:spəl Lind]; Ahrw krȳ:nšəl, –ȳ·ə.- [-o- Rodder; -u- NDürenb ODürenb NZissen; -i- Gönnersd NBreisig; -ȳ:nštəl Cassel; drȳ:nštəl Ramersb; andere Var. s. bei Knurschel, das n. der Gr-L. herrscht]; Schleid-Üdelhv Ahrhütte Hüngersd Dollend Alend krȳ·ə.nšəl; Schleid-Baasem OFreiling Lommersd Ripsd Rohr u. Malm krȳ·ə.šəl; sonst in Schleid knȳəršəl (s. Knurschel); rrhn. in dem oben umgrenzten Geb. von Neuw, Altk grynšəl, -ø-, –ȳ:- (Dattenbg Fernth Wilsbg), -ē:- (Rheinbrohl), -i- (Hönning Linz Ariend) [kryšəl Neuw-Hallerb Lorschd; gnytšəl OKasb; gǫušəl Altk-Kircheib]; südl. dieses rrhn. Geb. innerh. einschl. Neuw-Faha Gönnersd Hüllenbg Wollend Rodenb Segend Alt Wied Melsb Rockenf Datzeroth Ehlschd OHonnef, Altk-Willr Horhsn, nach Süden ORaden KlMaischd GrMaischd, mit der Südgrenze Neuw-Thalhsn Anhsn Meinborn Isenbg Heimb Weis Heddesd Irlich drynšəl, –ȳ-, –i-, –e- [-u- Neuw-Gladb Meinborn Rüschd Steinb; -uš- Gr- u. KlMaischd; -iš- Isenbg; abseits -uš- Altk-Eichelhardt; -yəš- Altk-Naur Kausen Molzhain; -onš- Altk-Birnb Marenb Rimb OIrsen Fladersb Walterschen; sonst in Neuw, Altk Stachelbeere, –kirsche, –traube, Gehannsstachel u. zur Sieg hin Knurschel (s. d. W.); lrhn. n. der Kr-L. zunächst Knüərschel, –ūə-, –üətsch-; dann in Bo, Köln, Bergh, Jül, MülhRh, Sieg (Rheinorte) kr:ntsəl; dann WJül, Eup, Monsch, Aach, Geilk, Heinsb krošəl, –u-, –ūə-, –y- [Eup-Stdt -ǫž-]; rrhn. im Berg krōntsəl, –ī-, –ūə-, –u-, –ȳə- (u. mit Schärfung), -ę-; n. dieses zweiten Kr Geb. (das bei Krunzel, Kroschel behandelt ist) kōšapəl (s. d. W.); meist Pl. -ələ, –əln f.: 1. Beerenart, ribes grossularia, frz. groseille. a. Stachelbeere, u. zwar die kleine, wild wachsende (die well Gr.) u. die Gartenstachelbeere Allg.; im Geb. von 1 b, wo Gr. daneben auch Johannisbeere bedeutet, unterscheidet man die Gartenstachelbeere als gren (grün) oder deck Gr., auch vielfach Perds-, Ross-, Speck-, Patsch-, Possgr. (possen pfropfen, veredeln) (s. d. W.). RA.: Kenner on Gr.ə geroden alle Johr Prüm-Mürlenb. De pleckt (pflückt) de Gr.ən on (in) e Schonkekorf (Schinken-, Knochenkorb) in den Magen Prüm-Ihren. — b. an der Saar, in Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Daun, hier u. da (s. im folg.) in Schleid, Aden, Ahrw, Neuw bedeutet Gr. auch die Johannisbeere, entweder Gr. schlechthin, aber meist von Gr. 1 a, die die bei 1 a verzeichneten Beiworte erhält, unterschieden als klän (klein), rut, schwarz Gr. Allg. in dem Geb. (mit Ausnahme von Schleid usf.); dazu Gehannsgr. Saarl-Kerling Rammelfang Berus Fremmersd Eimersd Niedaltorf, Merz-Bicken Hilbring Mechern Rech Silwing Honzr Keuching Haustdt, Saarbg-Ockfen Schoden, in Trier, Bitb, SPrüm allg. [Metzen Grischelcher Bitb-Roth; Klingelchesgr. Neuerbg], Wittl-Arrenr Bettenf Binsf Bruch Gladb Gransd Meerf Niersb Spangdahlem (sonst rut Gr., Gehannsdrauwen, Ma(r)daunen, Trauwen); Jannskrüschel Daun-Heyroth (sonst rut Gr., Drauwen, Jannsdr., Madaunen, Wenkeln); Winggr. Daun-Gönnersd Lissend; Johannesgr. (Joh.dr., Joh.knüərschele) Aden hier u. da (meist Klustere; doch hat Aden-Meisenth Müllenb für Gr. 1 a Klustere, für Gr. 1 b Johannesdrauwen; Herrschbr Klustere 1 a, Krünschele 1 b, ebenso Ahrw-Waldrf; sonst in Ahrw für 1 b Johannesdrauwe, Klustere, Klusterebeerchen); Schleid-Üdelhv Ahrhütte Ramschd Dollend Hüngersd Lommersd Alend Mülh Reetz rut Krüənschele (sonst Schleid Jannsdruve, –kirsche); Neuw-Thalhsn 1 a Hansgedrinschel, 1 b klän H.; Rüschd 1 a Drunschele, decke Dr., 1 b Hansgedrunschele (sonst Gehannstrauwen); für Altk s. Johannisknurschen, –stacheln, –kirschen; im Saargeb. gegenüber dršəl 1 a grusęl  1 b Saarbr-Ludw; in Saarl gegenüber dršəl, gršəl 1 a grusęl  1 b Beaumarais Berus Dilling Düren Alt- u. Neuforw Ittersd Fraulautern Saarlouis Lisd Überherrn OLimbg SBarbara Roden Knausholz Schwalb Ensd Schaffhsn Hostenb Derlen Wadgass Pachten Wallerfang (u. -sęngəl). — Im übrigen im Geb. von 1 a Gehannsdrauwen, Hans-, u. dazu an der uMos Madau(n)en, Hans-. — 2. übertr. alt Gruschel verächtl. altes Weib Kreuzn; al Grinschel Kobl-Neuend, Neuw-Leutesd, Goar-Halsenb.
10282 Zeichen · 184 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Groschel

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Groschel , Groschelbeere s. Grussel , Grussel(s)beere .

  2. Sprichwörter
    Groschel

    Wander (Sprichwörter)

    Groschel In den groschel werffen. – Henisch, 1757, 25. In die Grapse (s.d.), Rapuse. Henisch hat für Groschel auch Griel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit groschel

14 Bildungen · 13 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von groschel 2 Komponenten

gro+schel

groschel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

groschel‑ als Erstglied (13 von 13)

Groschelengebeiss

RhWB

Groschelen-gebeiss -E-, –ē- Verbr. wie Groschel 1 b n.: Gelee aus Johannisbeeren.

Groschelenpellchen

RhWB

Groschelen-pellchen Birkf-Idar n.: Schwingen, Blütenreste der Beere.

Groschelenstrauch

RhWB

groschelen·strauch

Groschelenstrauch . RA.: Dem geht et Maul wie er Gess (Ziege) on er Grischelenhek Wittl , Trier ; dat seiht aus wei en Mouk (Kröte) op er Gr…

groscheleⁿ

Idiotikon

groscheleⁿ Band 2, Spalte 816 groscheleⁿ 2,816

groschelīn

KöblerMhd

grosche·līn

groschelīn , st. N. nhd. Gröschlein, kleiner Groschen Q.: Lexern (1496) E.: s. grosse, *līn? (2) W.: nhd. Gröschlein, N., Gröschlein, kleine…

groschel als Zweitglied (1 von 1)