Groschel
das zu
frz. groseille gehörige Wort hat
im Rhfrk, Mosfrk zwei im Anlaut verschiedene Entsprechungen, u. zwar mit
gr- (kr-) u.
dr- (
s. Droschel I; hier der genauen Abgrenzung wegen mitbehandelt); an der uNahe zunächst ö. einschl. Kreuzn-Boos OStreit Waldböckelh Weinsh Braunw Sommerloch Schönebg Eckenr Waldlaubersh Seibersb, Goar-Weiler NHeimb
grušəl; w. u.
n. davon beginnt das Geb. mit
dr- Anlaut, u. zwar zunächst
drušəl; dann innerh. w. u.
n. einschl. Kreuzn-Langenth Seesb Weitersborn, Simm-Schwarzerden Henau Gehlw Gemünden bis einschl. Birkf-Gerach OWörresb Weiden OHosenb Sulzb, Bernk-Hausen NSohren, Simm-Dickenschd Dillend NCostenz Reckershsn Kellenb Reich Neuerk Klosterchumbd Budenb Mörschb Ellern Rheinböllen, Goar-ODieb
drēšəl (Birkf-NHosenb
-ī-); an der Nahe w. u. südl. Staudernh Sobernh Simmern unter Dhaun Horb Kirn, in Birkf (mit Ausnahme des ORandes mit
-ē-), Meis, Wend, Ottw, Saarbr bis
n. einschl. Saarl-Differten Schaffhsn Hostenb Wadgass Bous Ensd Hülzw Roden Dilling Diefflen Nalb Piesb, Merz-Michelb Erbring Biel Thailen, Trier-Mettnich Kostenb Bierf Hermeskeil Damflos Züsch, Bernk-Deuselb Wirschw Langw Bruchw Schauren Kempf, Birkf-Herborn Veitsw
dršəl, –ō- [innerh. dieses
dršəl-Geb. einige Besonderheiten, u. zwar
drō(n)šəl Birkf-Kirschw;
drōšdəl Kreuzn-Heddesh Ippenschd Winterb, Birkf-Gollenb Hamb Rinzenbg, Wend-Gronig Winterb, Saarl-Bous Ensd, Merz-Reimsb;
drǫušəl Kreuzn-Oberhsen, Meis-Schweinschdt, Saarbr-Heusw;
grēšəl Meis-Staudernh;
-ū- südl. einschl. Meis-Desloch Jeckenb Breitenh Medard bis Wend-Grumb Wiesw;
drūšəl innerh. Wend-Offenb Buborn HerrenSulzb Langw OJeckenb Ilgesh Kirw NEisenb;
-u- Ottw-Spiesen Wellesw Lautenb Neunk, Saarbr-Karlsbrunn; das
dr-Geb. von Merz hat
drēšəl in Honzr Morscholz NLosh Wadrill Wahlen;
-ēi-, –e·i.- in Losh Mitlosh Conf Rappw Rimb Steinbg Thailen Waldhölzb; in Simm
n. des
drēšəl-Geb.
drōšdəl Simm-Erb Dichtelb
; drēšəl u.
-ēnš- Simm-Riesw;
drēšəl u.
-ō- u.
-ēnš- Simm-Argenth;
drēšdəl Simm-Ellern Mutterschd;
drEəšəl Simm-Nannhsn;
drōnšəl (-ū-) Simm-Rheinböllen Liebshsn Lorsb Simmern;
-ēnš- Simm-Kappel Kisselb Riegenr Horn Rayerschd Riesw;
-ūnš- Goar-Werlau;
-ī- Goar-Bieberich, diese
-nš- Formen eine Mischform zwischen dem südl.
drēšəl u. dem nördl.
grēnšəl];
n. der durch Saarl, Merz, Hochw, Hunsr gehenden
dr-/gr-L. beginnt das
gr.-Geb., das (
n. der
g/j-L.
kr-) im
N. reicht bis einschl. Malm, Prüm-Kronenbg, Schleid-Baasem Esch Alend Ripsd Hüngersd OFreiling Rohr Fronhf, Aden-Rodder Schuld Insul Dümpelf NHeckenb Blasw Vinxt, Ahrw-Königsf Walporzh Lantershf Leimersd ONierend Unkelb (ausschl.) OWinter; rrhn. weiterhin nach
N. begrenzt durch Neuw-Rheinbreitb Kalenborn Stockhsn Buchholz Limb, dann als Ostgrenze nach Sü
d. umbiegend Neuw-Krumschd, Altckeschd Orfgen Schürd Seelb, mit Altk-Eichen Rotst, Neuw-Altenbg Neustdt Breitschd Rossb Bremschd Leutesd die Südgrenze bildend [südl. dieser rrhn. Grenze
drynšəl, –ȳ-, wie auch sonst
dr-Formen eingesprengt sind;
s. folg.]; folgende Formen sind im
Gr.-Geb. vertreten:
gršəl, –ō- innerh. einschl. Saarl-Berus Altforw Neuforw Lisd Fraulautern Wallerf Hochlimbg Rammelfang Leiding Bedersd Ittersd Felsbg;
-ēi-, –e·i.- Saarl-Fürw Fremersd Guerlfang OEsch;
-už- Dilling; sonst
-ē- in Saarl; in Merz
-ē:-,
-ī:- [
-e·i.- Bachem Britten Büding Hausb Haustdt Hilbring Merching;
-e- Saarhölzb;
-e·i.nš- Bergen]; in Saarbg
-ē:
š-, -ī:- [
-e·i.- ö. Büschd Wochern Faha Kirf Trassem Cahren Fisch Onsd;
dre·i.šəl Hentern Serrig (u.
-ō-) Greimerath]; in Trier-Stdt u. südl. Mos
grī:-, –ē:- [
-e·i.- Waldrach Geisf Mander;
drē:šəl Abtei Börfink Costenb (u.
--) Farschw Reinsf Sitzerath (
-:-)]; auf dem Hunsr in Bernk bis einschl. Trier-Bescheid, Bernk-Neunk Talling Thalfang Immert Etgert Hunolst Haag Gonzerath Andel Cues
grē:š-, –ī:-, –e-; ö. dieser L. bis zum südl. davon sich erstreckenden
Dreschel-Geb. in Bernk, Zell, Simm, Goar
grīnšəl, –ē- [Simm-Laub daneben
grēŋəl; am Südostrande von
grēšəl in Bernk-Morschd Odert Gutenth Rapperath Wederath Kommen Longkamp Monzelf Lösnich Erden Zelting Maring
grē:tšəl, –e-, –i-; Zell-Würrich
grEnš-; Zell-Altlay Buchenbeuren
-ō-; Zell-Petersw Löffelschd Panzw
-ū-; in Goar zwischen
grūšəl im SO u.
grī:nšəl im N innerh. einschl. Henschhf Breitschd Perschd Wiebelsh Birkh Badenhard Urbar
grōnšəl; Laudert Morshsn
-u-; Hausbach
-ę-; Bickenb
-īš-; Steeg
kadryšəl; Bacharach
grušbəl; Neur
-y-]; an der Mos u.
n. der Mos in Trier, Wittl, Bernk bis Zell-Pünderich Aldegund Neef Alf
grī:šəl, seltener
-ē-: [Zell-Bullay Briedel Burg Merl
-u-]; Bitb
grišəl, seltener
-e- [
-ø- Baustert;
-e·i.- Malbg;
-u- Biesd Ernzen Ferschw Geichl Genting Obersgegen;
grenχəl Messerich]; Prüm
grišəl, –ī:-, auch da wo anlautend
g als
j gesprochen wird [
krȳ(·ə.)š- Hallschlag Irrhsn Lüneb Olzh;
krī:nχ- Plütschd;
dryš- Auw Rott Schlausenb];
grī:šəl, –i- reicht nach O.
n. der Mos bis ausschl. Bernk-Lieser Bernkastel Wehlen, Wittl-Kinh Cröv Kinderbeuren Hetzhf, Koch-Bertrich, Daun-Immerath Ellschd Udler Mehren Rengen Sarmersb Dockw Zilsd Bolsd OBetting Esch, Schleid-Ahrhütte Hüngersd Alend, von wo an östl.
-nš- einsetzt; Daun hat bis zu dieser L.
grī:šəl, –i- [
grȳ:š-, kr-, –·ȳ.ə- Birgel Calenborn Pelm Hepr Hillesh Rockeskyll Lommersd Gönnersd Lissend Auel;
grȳ:tš- Betteld Berling Hinterw Hohenfels Waldrf;
-øtš- Lendersd;
grøχ- u.
gn- Glaadt;
drī:š- OStadtf;
-ȳ:nš- Boxbg]; ö. der oben genannten L., von der an
-nš- gilt, hat ODaun
grī:nšəl, –i-, kr-, im nicht entrundenden Teile
-y-, –ȳ·ə.- [
-ø- Zilsd]; Koch hat
grī:nš-, –i- [
-ē:- Masbg Hauroth Müllenb;
griš- Eller Bremm Ediger Kennfus]; Kobl
grenš-, –i-, –y- [
drynš- Urmitz]; May
grinš-, –y-, –ø- [
-u- Brenk Galenbg OLützing Wehr;
kr:nš- Dittschd Hirten Münk Luxem Reudelsterz Weiler]; Aden
krynš-, gr-, seltener
-ȳ:- (Leimb Lederb Spessart) [
-ē:- Ürsf Wanderath;
-i- Wiesenschd Herresb;
-ø- Acht Virnebg;
-u- Acht Kempenich Hohenleimb Siebenb Weibern;
grȳ:nstəl Hausten;
grȳ:šəl, kr- Rodder Insul Schuld Winnerath;
-ȳ:tš- Berenb Üss;
drȳ:nš- Brück Denn Liers Hönning Herschb Staffel Bongard;
-nšdəl Weidenb;
drønχtəl Bodenb;
knȳ:spəl Lind]; Ahrw
krȳ:nšəl, –ȳ·ə.- [
-o- Rodder;
-u- NDürenb ODürenb NZissen;
-i- Gönnersd NBreisig;
-ȳ:nštəl Cassel;
drȳ:nštəl Ramersb; andere Var.
s. bei
Knurschel, das
n. der
Gr-L. herrscht]; Schleid-Üdelhv Ahrhütte Hüngersd Dollend Alend
krȳ·ə.nšəl; Schleid-Baasem OFreiling Lommersd Ripsd Rohr u. Malm
krȳ·ə.šəl; sonst in Schleid
knȳəršəl (
s. Knurschel); rrhn. in dem oben umgrenzten Geb. von Neuw, Altk
grynšəl, -ø-, –ȳ:- (Dattenbg Fernth Wilsbg),
-ē:- (Rheinbrohl),
-i- (Hönning Linz Ariend) [
kryšəl Neuw-Hallerb Lorschd;
gnytšəl OKasb;
gǫušəl Altk-Kircheib]; südl. dieses rrhn. Geb. innerh. einschl. Neuw-Faha Gönnersd Hüllenbg Wollend Rodenb Segend Alt Wied Melsb Rockenf Datzeroth Ehlschd OHonnef, Altk-Willr Horhsn, nach Süden ORaden KlMaischd GrMaischd, mit der Südgrenze Neuw-Thalhsn Anhsn Meinborn Isenbg Heimb Weis Heddesd Irlich
drynšəl, –ȳ-, –i-, –e- [
-u- Neuw-Gladb Meinborn Rüschd Steinb;
-uš- Gr- u. KlMaischd;
-iš- Isenbg; abseits
-uš- Altk-Eichelhardt;
-yəš- Altk-Naur Kausen Molzhain;
-onš- Altk-Birnb Marenb Rimb OIrsen Fladersb Walterschen; sonst in Neuw, Altk
Stachelbeere, –kirsche, –traube, Gehannsstachel u. zur Sieg hin
Knurschel (
s. d. W.); lrhn.
n. der
Kr-L. zunächst
Knüərschel, –ūə-, –üətsch-; dann in Bo, Köln, Bergh, Jül, MülhRh, Sieg (Rheinorte)
kr:ntsəl; dann WJül, Eup, Monsch, Aach, Geilk, Heinsb
krošəl, –u-, –ūə-, –y- [Eup-Stdt
-ǫž-]; rrhn. im Berg
krōntsəl, –ī-, –ūə-, –u-, –ȳə- (u. mit Schärfung),
-ę-;
n. dieses zweiten
Kr – Geb. (das bei Krunzel, Kroschel behandelt ist)
kōšapəl (
s. d. W.); meist Pl.
-ələ, –əln f.: 1. Beerenart, ribes grossularia,
frz. groseille. a. Stachelbeere, u. zwar die kleine, wild wachsende
(die well Gr.) u. die Gartenstachelbeere Allg.; im Geb. von 1 b, wo
Gr. daneben auch Johannisbeere bedeutet, unterscheidet man die Gartenstachelbeere als
gren (grün) oder
deck Gr., auch vielfach
Perds-, Ross-, Speck-, Patsch-, Possgr. (
possen pfropfen, veredeln) (
s. d. W.). RA.:
Kenner on Gr.ə geroden alle Johr Prüm-Mürlenb.
De pleckt (pflückt)
de Gr.ən on (in)
e Schonkekorf (Schinken-, Knochenkorb) in den Magen Prüm-Ihren. — b. an der Saar, in Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Daun, hier u. da (
s. im folg.) in Schleid, Aden, Ahrw, Neuw bedeutet
Gr. auch die Johannisbeere, entweder
Gr. schlechthin, aber meist von Gr. 1 a, die die bei 1 a verzeichneten Beiworte erhält, unterschieden als
klän (klein),
rut, schwarz Gr. Allg. in dem Geb. (mit Ausnahme von Schleid usf.); dazu
Gehannsgr. Saarl-Kerling Rammelfang Berus Fremmersd Eimersd Niedaltorf, Merz-Bicken Hilbring Mechern Rech Silwing Honzr Keuching Haustdt, Saarbg-Ockfen Schoden, in Trier, Bitb, SPrüm allg. [
Metzen Grischelcher Bitb-Roth;
Klingelchesgr. Neuerbg], Wittl-Arrenr Bettenf Binsf Bruch Gladb Gransd Meerf Niersb Spangdahlem (sonst
rut Gr., Gehannsdrauwen, Ma(r)daunen, Trauwen); Jannskrüschel Daun-Heyroth (sonst
rut Gr., Drauwen, Jannsdr., Madaunen, Wenkeln)
; Winggr. Daun-Gönnersd Lissend;
Johannesgr. (Joh.dr., Joh.knüərschele) Aden hier u. da (meist
Klustere; doch hat Aden-Meisenth Müllenb für Gr. 1 a
Klustere, für Gr. 1 b
Johannesdrauwen; Herrschbr
Klustere 1 a,
Krünschele 1 b, ebenso Ahrw-Waldrf; sonst in Ahrw für 1 b
Johannesdrauwe, Klustere, Klusterebeerchen); Schleid-Üdelhv Ahrhütte Ramschd Dollend Hüngersd Lommersd Alend Mülh Reetz
rut Krüənschele (sonst Schleid
Jannsdruve, –kirsche); Neuw-Thalhsn 1 a
Hansgedrinschel, 1 b
klän H.; Rüschd 1 a
Drunschele, decke Dr., 1 b
Hansgedrunschele (sonst
Gehannstrauwen); für Altk
s. Johannisknurschen, –stacheln, –kirschen; im Saargeb. gegenüber
dršəl 1 a
grusęl 1 b Saarbr-Ludw; in Saarl gegenüber
dršəl, gršəl 1 a
grusęl 1 b Beaumarais Berus Dilling Düren Alt- u. Neuforw Ittersd Fraulautern Saarlouis Lisd Überherrn OLimbg SBarbara Roden Knausholz Schwalb Ensd Schaffhsn Hostenb Derlen Wadgass Pachten Wallerfang (u.
-sęngəl). — Im übrigen im Geb. von 1 a
Gehannsdrauwen, Hans-, u. dazu an der uMos
Madau(n)en, Hans-. — 2. übertr.
alt Gruschel verächtl. altes Weib Kreuzn;
al Grinschel Kobl-Neuend, Neuw-Leutesd, Goar-Halsenb.