Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
grapschen
grapschen
grabbeln Vb. ‘schnell greifen, fassen nach, tastend befühlen, umhergreifen, herumwühlen’ (17. Jh.). Das besonders im nordd. Raum gebräuchliche Verb ist eine Iterativbildung zu nd. grabben ‘raffen, schnell fassen’; in hd. Mundarten entspricht grappeln (15. Jh.). Dazu gehören ferner die Intensivbildungen grapschen Vb. (19. Jh.) und grapsen Vb. ‘heftig, gierig greifen, an sich raffen’ (18. Jh.), heute vornehmlich ‘betasten, befingern’. Im germ. Sprachbereich sind vergleichbar engl. to grab, to grasp ‘hastig, gierig greifen, an sich reißen’, to grabble ‘herumtasten, tappen’, schwed. grabba ‘grapsen, packen’ sowie Grips (s. d.). Mit den außergerm. Verwandten aind. gṛb(h)ṇā́ti ‘ergreift’, lit. grė́bti ‘rechen, harken, unter Anwendung von Gewalt ergreifen, sich gewaltsam aneignen, rauben’, gróbti ‘gewaltsam ergreifen, an sich reißen, rauben’, lett. grābt ‘greifen, fassen, haschen, packen’, aslaw. grabiti ‘raffen, ergreifen’, russ. grábit’ (грабить) ‘rauben, plündern’ führen sie auf ie. *ghrebh- ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. graben).