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grappisch

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grappisch adj.

Bd. 8, Sp. 1896
grappisch, adj., mehrfach bei Seb. Franck: (das span. volk) ist ein zänckisch, grappisch, mühselig volck, deren gemüt vnrüwig, allezit nach etwas trachten, das sie ein rumor machen weltbuch (1567) 70a; zwey laster werden disem volck (den Baiern) zugeschriben, das es karg vnd vnwillig gegen den gästen, grappisch vnd nachgriffig gegen ander leut gut sey ebda 54b. die zuordnung des wortes bleibt fraglich: interpretiert man 'zänkisch, widerborstig', so ist an kreppisch (s. d.) zu denken, ist 'habgierig, raffig' gemeint, was der zusammenhang im zweiten beleg nahelegt, so träte grappisch zu 1grappen (s. d.), wozu jeden falls gräpisch 'derb zufassend' Gerbet Vogtland 358; gräppisch 'zu greifen verlangend' Hertel Thür. 109 (neben gräppisch = kräppisch 'ärgerlich' ebda 109; 146) und, in dem passivischen sinne von 'begehrt, stark gesucht', nd. gräpsch, grpsk, greepisch, vgl. Doornkaat-Koolman 1, 674b, und die s. v. greifisch gegebenen nachweise gehören.vgl. auch 1grappig. —gräppisch, gräpisch, adj., gelegentlich im 16. und 17. jh., nach herkunft und bedeutung nicht voll aufzuklären, aber vom vorigen wohl sicher zu trennen: dass die warheyt ... aller welt verborgen und zuo greppisch ist Seb. Franck bei Fischer schwäb. 3, 794; vnd ob man die selbigen (medaillen) ein lange zeit ausz unverstandt, als ein ding das zuvil grebpisch und tieff ist, nicht geacht hat, so werden sie doch ietz widerumb von allen gelerten leuten mit grosser erwirdigkeit herfurzogen H. Gholtz lebendige bilder (1557) 2a; der (wird) durch solche händel redsprächich, höfflich, gräpisch und dergleichen; ein anderer lernet und fasset nichts als lasterübungen daraus, und bleibet im übrigen gleichwol ein grober dölpel darbey Grimmelshausen Simpl. 1 (1713) 365. die von Fischer a. a. o. für den Franck-beleg vermutete bedeutung 'captiös, verfänglich' könnte den anschlusz an grappen ermöglichen, sie paszt allenfalls für diesen, weniger aber für die beiden anderen belege, die eher in die richtung 'tiefsinnig' bzw. 'klug' deuten, was auch zu Franck passen könnte; vergleichbar wäre dann nl. grappig woordenboek 5, 576 und nd. 1grappe (s. d.). —
2181 Zeichen · 37 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grappischadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    grappisch , adj. , mehrfach bei Seb. Franck : ( das span. volk ) ist ein zänckisch, grappisch, mühselig volck, deren gem…

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Wortbildung

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Ableitung von grappisch

grapp + -isch

grappisch leitet sich vom Lemma grapp ab mit Suffix -isch.

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