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Grammatiker

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Grammatiker

Grammatiker

Grammatik f. ‘Wissenschaft und Lehre vom Bau und von den Regeln einer Sprache, Sprachlehrbuch’, ahd. grammatih (um 1000), mhd. grāmatic, grāmaticā, frühnhd. gramatic, gramatica (15. Jh.), Grammatik (16. Jh.) beruhen auf Übernahme bzw. Entlehnung von lat. (ars) grammatica, griech. grammatikḗ (téchnē) (γραμματικὴ τέχνη); bis ins 18. Jh. teils in lat., teils in eingedeutschter Form (mit unterschiedlicher Schreibweise); vom 19. Jh. an gilt Grammatik. Ausgangswort ist griech. grámma (γράμμα) ‘Buchstabe, Geschriebenes, Aufgezeichnetes’, eine Bildung zu griech. gráphein (γράφειν) ‘einritzen, zeichnen, schreiben’ (s. -gramm). Der Ausdruck bezeichnet ursprünglich die ‘Fertigkeit, mit Buchstaben umzugehen, Kunst des Lesens und Schreibens’, in hellenistischer und römischer Zeit ‘Sprach- und Literaturwissenschaft’, seit spätantiker Zeit ‘Lehre vom Bau der Sprache’. Entsprechend wird im mittelalterlichen Wissenschaftsgebäude Grammatik Terminus für das erste Fach des Triviums (neben Rhetorik und Dialektik) der septem artes liberales (wobei hauptsächlich an die lateinische Sprache zu denken ist). Seit Notker begegnet daneben die engere Verwendung ‘Summe der Regeln einer Sprache, richtiger Sprachgebrauch’ (wofür vom 16. bis 18. Jh. auch Sprachkunst, seit dem 17. Jh. Sprachlehre üblich ist), dann ‘Regelsammlung für das Erlernen und den Gebrauch einer Sprache in Lehrbuchform’ (16. Jh.). – Grammatiker m. (18. Jh.), mhd. grāmaticus ‘wer lesen, schreiben und Latein kann oder dieses lehrt’, Übernahme von lat. grammaticus ‘Sprachkundiger, -forscher’, griech. grammatikós (γραμματικός) ‘Elementarlehrer’, dann auch ‘Gelehrter’. Im Dt. (bis ins 18. Jh. in lat. Form) ‘Sprachgelehrter (besonders im Hinblick auf die Regeln der Grammatik), Sprachtheoretiker’. Vereinzelt und ohne Nachfolge bleibt die frühe Entlehnung ahd. gramatihhāri (um 1000). grammatisch Adj. (16. Jh.), grammatikalisch Adj. (17. Jh.).
1905 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grammatiker

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    grammatiker , grammatikus , m. ein ahd. gramatichâre bei Notker 1, 459, 26 P. ( für lat. grammaticus ) setzt sich nicht …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grammatiker

    Goethe-Wörterbuch

    Grammatiker a Experte für Grammatik; auch neben u offen zu ‘Kritiker, Philologe’ uä, aber iGz ‘Poet, Dichter’ Ew. Wohlge…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grammátiker

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grammátiker , bei den Griechen allgemeine Bezeichnung für Gelehrte, die sich mit der Erforschung der Grammata , der Lite…

  4. Spezial
    Grammatikerm

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Grammatiker , m грамматист , м

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Ableitung von grammatiker

grammatik + -er

grammatiker leitet sich vom Lemma grammatik ab mit Suffix -er.

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