Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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gralle, f., obd. nebenform zu krall(e), das durch verlust des unbetonten vokals aus koralle (teil 5, sp. 1795) gekürzt wurde. in den ältesten belegen ist das geschlecht unsicher; vgl. corallus grall (obd. 1502) Diefenbach nov. gl. 113b; sein wagen war geführt von 2 paar wasserpferden, von grallen eine cron die scheitel jhm umbrand Hohberg d. unvergnügte Proserpina (1661) 58a. häufig von den kügelchen des rosenkranzes; vgl. Lexer Kärnten 120: den hl. rosenkranz durch die grallen oder paternoster, wie mans pflegt zu nemen, zu betten (alem. 1637) in: Alemannia 11, 169; der Riedel thut aus dem sack einen braunen rosenkranz, den schlingt er um die knochigen fäuste und beginnt ihn — gralle für gralle — abzubeten Rosegger schr. (1895) III 8, 5. dazu gralei glasperle Schacherl Böhmerwald 17.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
MittelniederdeutschgralleAdj.
Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg
gralle , Adj. Vw.: s. gral (1)
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschgrallef.
Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg
gralle , f. , obd. nebenform zu krall(e), das durch verlust des unbetonten vokals aus koralle ( teil 5, sp. 1795) gekürz…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit gralle
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‑gralle als Zweitglied (1 von 1)
gral, gralle
LW
gral, gralle, zornig, böse.