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gräuplein

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gräuplein n.

Bd. 8, Sp. 2173
gräuplein, n., dim. zu 1graupe, älter meist greuplein, auch greuple, jünger meist gräupel. auch in unumgelauteten formen wie grauplin (s. u.), grauplein (s. u.), graupel Minerophilus bergw.-lex. (1730) 310 (graupeln, pl. [s. d.] ist ein anderes wort). 1) vorwiegend in dem 1graupe 3 entsprechenden mineralogischen gebrauch, gestalt und grösze vorkommenden oder zerkleinerten gesteins bezeichnend: derwegen viel wescher, von den treugen puchwercken mehr halten, do man das gepuchte vber das sieb arbeiten ... vnd auch greuple machen kan Ercker beschr. aller mineral. ertzt (1580) 115a; dasjenige, so in dem weitlöcherigten räder (sieb) bleibet (beim pochen im pochwerk), nennet man grobe gräupel, und das, so nicht durch den kleinlöcherigten räder will, kleine gräupel Herttwig neues u. vollk. bergb. (1734) 190a; der korngrösze nach unterscheidet man stufferze, bergkern, waschkern, gräupel und schliech Muspratt chemie (1888) 1, 1605. bei Mathesius mehrfach in bildlicher anwendung: der vater (ein sperling) nimpt den dritten (sohn) auch für sich: wo hast du dein heyl versucht? auffn fahrwegen vnd landstrassen hab ich kübel vnd seyl eingeworffen vnnd da biszweylen ein körnlein oder greuplein angetroffen ausgew. w. 3, 152 L.; vgl. 4, 70; Sarepta (1571) 4a; vorr. 2b. 2) zu 1graupe 1 seltener, für eine feinere graupenart; vgl. noch graupelwerk: nürnbergische gräuplein Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 1346. 3) in freierer sachbeziehung, vgl. 1graupe 4: wenn solche stöcke schon im auffwachsen sehr schön und viel träublein treiben scheinen zu bringen, so vergehet es doch hernach in der blüte und sonsten, dasz daraus nur greuplein werden, und verschwindet der wein Dehn weinbawbuch (1629) 49. in bildlichem zusammenhang: wenn er dornhecken, sprew und heckerling anzünden wil, colligiret und samlet er zuvor zu sich seine weitzenkörnlein, und derbe, gute greuplein und liebliche pflentzlein Gigas postilla (1595) 2, 80b; auff dasz ein ieder sein grauplein oder körnlein in das gemeine geistliche rauchfasz des gebets mit hinwerffe Prätorius turci-cida (1664) Q 2a. —
2106 Zeichen · 35 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gräupleinn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gräuplein , n. , dim. zu 1 graupe, älter meist greuplein, auch greuple, jünger meist gräupel. auch in unumgelauteten for…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit graeuplein

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von graeuplein

graeupeln + -lein

graeuplein leitet sich vom Lemma graeupeln ab mit Suffix -lein, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

graeuplein‑ als Erstglied (1 von 1)

gräupleinerz

DWB

graeuplein·erz

gräupleinerz , n. , zu gräuplein 1: G. Junghans ausgeklaubte gräublein ertz (1680) titel: grauble ertz sind die kleinen abgestoszenen stückl…