Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
grabrede f.
grabrede , f. , grabesrede Gutzkow ritter v. geiste (1850) 8, 450 . vereinzelt im späten 18. jh., geläufig anscheinend erst seit den mittleren jahrzehnten des 19. jhs. 1 1) die bei einem begräbnis gehaltene rede, namentlich die eines christlichen pfarrers: nur schade, dasz man dis wichtige geschäft ( die christliche leichenrede zu halten ) im ulmischen nicht selten unwissenden und gabenlosen schulmeistern überläszt, die aus einem abgeschmakten buche ihre grabreden stehlen Schubart leben 1 (1791) 90 ; so gilt es z. b. als ehrenpunkt der familien, dasz bei dem begräbnisz eines jeden ihrer gliede…