Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
grabesduft m.
grabesduft , m. , auch gräber-, grabduft. 1) in eigentlichem sinne, grab A 8 b, c entsprechend: ist das nicht der kirchhof-rasen? ha! ich wittre gräberduft (1791) Böhme volksth. lieder d. Deutschen 114 ; grabesduft Göthe I 16, 361 W. vergleichend: meine andacht lodert, nicht wo grabduft modert ( in der kirche ), sondern bergluft weht Rückert ges. poet. w. (1867) 7, 171 . 2) meist in bildlich-uneigentlicher anwendung die sphäre von tod und untergang kennzeichnend: alle zerstreuungen, kämpfe — selbst gebethe sind unfähig, dein bild aus meinem herzen zu rotten. aber, was nüzt diese genuszlose, in…