Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Gottsched
Gottsched , Joh. Christoph, geb. 1700 zu Judithenkirch bei Königsberg, wurde 1723 Magister, floh 1724 nach Leipzig, um nicht für die Berliner Riesengarde eingefangen zu werden, las über Aesthetik mit Beifall, wurde 1730 Prof. der Philosophie und Dichtkunst, 1734 der Logik und Metaphysik und st. 1766. G. und die G. ianer sind namentlich durch den Federkrieg mit den schweizerischen Dichtern bekannt und ihre Verdienste in Folge des Kampfes lange zu wenig berücksichtigt worden. Der nüchterne G. hielt die Dichtkunst für erlernbare Reimkunst, pries die Franzosen als die ebenbürtigen Nachfolger der A…