Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottesschändig
gottesschändig , gottschändig, adj., seit der mitte des 16. und namentlich im 17. jh. bezeugt. 1) ' gottlos, gotteslästerlich ', in persönlicher und sachlicher, aber trotz neigung zum schimpfwort durchweg noch religiös gefühlter beziehung: was soll man doch immer sagen der gotschendigen münch von parfüssen ( Regensburg um 1550) städtechron. 15, 206; der lose, gottlose, gottschändige pfaffe theatr. diab. 1 (1587) 178 b ; den gottsschändigen juden (1622) bei Fischer schwäb. 6, 2059 ; eben so geht es den gottsschändigen seelen fluchern Albrecht fluch-abc (1664) 57 ; gottsschändige worte und werke…