Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottesmörder m.
gottesmörder , m. , seit dem 16. jh. nachweisbar, aber sicher älter, wie das movierte femininum gottesmörderin ( s. d. ) beweist. mit anspielung auf die kreuzigung Christi als schimpfwort für die juden: auss der kirchen kommen ketzer, auss aposteln verräther, auss Jerusalem gotsmörder J. Nas eins vnd hundert 4 (1569) 276 b ; Schottel lustgarte (1647) 33 ; jude, spitzbube, gauner! du gottesmörder Clara Viebig d. schlaf. heer (1904) 2, 399. im weiteren sinne für den religionsfrevler, soviel wie gottesdieb, gottesräuber ( s. d. ): si princeps noch so viel gter gibt monachis, aedificat templa, et…