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gottähnlichkeit

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gottähnlichkeit f.

Bd. 8, Sp. 1145
gottähnlichkeit, f. , vereinzelt gottesähnlichkeit allg. dt. bibl. (1765) 61, 357; (im vers) Herder 29, 705 S. als substantivbildung zum vorigen, aber mit etwas anderer verteilung der akzente; im letzten drittel des 18. jhs. aufkommend. 11) in christlichem oder christlich bestimmtem gebrauch. 1@aa) als stark auszeichnender begriff für die spezifische würde des menschen, im anschlusz an 1. Mose 1, 27: gott schuf den menschen, schuf ihn sich zum bilde, sich zu erfreun an eines menschen antlitz voll gottesähnlichkeit, voll gottesliebe Herder 29, 705 S.; gottähnlichkeit 9, 538; 10, 347; 11, 354; tragen wir nicht alle das Abels- und adelszeichen der gottähnlichkeit an unsrer stirn? Gutzkow ges. w. (1872) 5, 217; mit ironischem bezug auf 1. Mose 3, 5 zur kennzeichnung einer hybriden haltung des menschen: folg nur dem alten spruch und meiner muhme, der schlange, dir wird gewisz einmal bei deiner gottähnlichkeit bange! Göthe I 14, 96 W. von hier aus, aber jedes religiösen bezugs entleert: es war ihnen (den liberalen) vor ihrer eigenen gottähnlichkeit als männer der starren opposition bange geworden Bebel a. meinem leben (1946) 1, 200. gelegentliche einschränkung dieser bedeutungsnuance auf sonst synonymes gottgleichheit (s. d. den beleg aus Fr. H. Jacobi) darf demnach nicht als verbindlich gelten. 1@bb) daneben häufig allgemeiner zur kennzeichnung christlicher vollkommenheit und frömmigkeit überhaupt, besonders bei religiös entschiedenen schriftstellern des ausgehenden 18. jhs.: gottes sinn, gottähnlichkeit gebührt den glaubenden Herder 19, 298 S.; Christus hat durch sein erlösungswerk dem menschen die fähigkeit erworben, dasz er durch die anstrengung seiner kräfte und anwendung der gehörigen mittel, zur gottähnlichkeit gelangen kann Jung-Stilling s. schr. (1835) 6, 14; die ganze schönheit der frömmigkeit und gottähnlichkeit wird leuchten aus dem antlitze der auferstandenen menschen L. Harms pred. über d. evangelien (1887) 1030; entzündung, unschuld, reinheit, gottähnlichkeit, einssein mit gott N. Hartmann ethik (21935) 77. im hinblick auf einen bestimmten wesenszug gottes, z. b. auf die schöpferkraft: eine gewisse gottähnlichkeit ist dem nicht abzusprechen, der aus seinem geiste menschen schafft M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 1, 50. 22) seltener in heidnisch-antiker vorstellungswelt. zur kennzeichnung der unumschränkten machtfülle spätrömischer kaiser: doch war es nicht gerade dieser sein wahn, jene romantik des kaisertums, der gottähnlichkeit, der macht, jenes strahlen, das ihm alle herzen gewann? Feuchtwanger d. falsche Nero (1947) 251. 33) ohne streng religiösen bezug zur kennzeichnung menschlicher vollkommenheit überhaupt: also liebe, mein Raphael, ist die leiter, worauf wir emporklimmen zu gottähnlichkeit Schiller 4, 50 G.; wenn man aber jemand zum menschen bilden will, das kömmt mir grade so vor, als wenn einer sagte, er gebe stunden in der gottähnlichkeit Fr. Schlegel in: Athenäum (1798) 2, 8. selten in vereinzelndem gebrauch: überhaupt lag in ihrem wesen jede hoheit und jede zierlichkeit, die der weiblichen natur eigen seyn kann; jede gottähnlichkeit, und jede unart Caroline br. 1, 354 Waitz; Fr. L. Jahn w. 1, 247 Euler.
3211 Zeichen · 50 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gottähnlichkeitf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gottähnlichkeit , f. , vereinzelt gottesähnlichkeit allg. dt. bibl. (1765) 61, 357; ( im vers ) Herder 29, 705 S. als su…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gottähnlichkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Gottähnlichkeit nach 1. Mos 3,5 bzw 1,27 für die (vom Satan versprochene) Ebenbürtigkeit des Menschen mit Gott bzw seine…

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Wortbildung

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Ableitung von gottaehnlichkeit

gottaehnlich + -keit

gottaehnlichkeit leitet sich vom Lemma gottaehnlich ab mit Suffix -keit.

Keine Komposita gefunden — gottaehnlichkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „gottaehnlichkeit". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gottaehnlichkeit/dwb?formid=G23432
MLA
Cotta, Marcel. „gottaehnlichkeit". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gottaehnlichkeit/dwb?formid=G23432. Abgerufen 18. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gottaehnlichkeit". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gottaehnlichkeit/dwb?formid=G23432.
BibTeX
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