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gotamaht

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

gotamaht

gotafor(a)htalAWB adj., in Gl. 1,806,5. 6. 7
(ab der 2. Hälfte des 10. Jh.s). 726,16 (12. Jh.)
und bei O: ‚gottesfürchtig; timoratus (vgl.
mhd. gotevorhtec, nhd. gottesfürchtig; mndd.
gōdevrüchtich). S. got, forahten, -al. – gotageltgota
geltAWB
, gotesgeltAWB n. a-St., seit dem frühen 9. Jh.
in Gl. (1,273,45. 337,20. 651,66; 4,200,38):
‚Gottesverehrung, Gottesdienst; caerimonia
(nhd. mdartl. ält. steir. gottesgeld ‚Spende für
die Kirche‘
[Unger-Khull, Steir. Wortschatz
297]; lüneb., schlesw.-holst., meckl. in der
Bedeutung ‚Handgeld, Angeld bei Abschluß
eines Vertrages‘
[Kück, Lüneb. Wb. 1, 595;
Mensing, Schleswig-holst. Wb. 2, 445; Wos-
sidlo-Teuchert, Meckl. Wb. 3, 240]; ebenso
mndd. gōdesgelt; ae. godgild ‚Götzenbild‘). S.
got, gelt. – got(a)heitAWB f. i-St., Gl. 2,645,63. 70
(11. Jh.), Gl. in Hs. London, add. 18379
(13. Jh.; s. H. Thoma, PBB 73 [1951], 218),
Prs B und C, Ph, GGB I, BGB III, AGB, BaB,
MGB, WeGB II, N, Nps, Npg, Npw:
‚Göttlichkeit, göttliches Wesen, Gottheit; dei-
ficatio, deitas, deus, divinitas, numen, verbum

(mhd. got[e]heit, nhd. Gottheit; mndd. gothēit;
mndl. godheit). S. got, -heit. – got(a)kundlîhAWB
adj., im Abr und weiteren Gl., O, Npw:
‚göttlich; divinus (ae. godcundlic). Deadjekti-
vische Ableitung (s. Schmid 1998: 241 f.
501 f.). S. gotkund(i), -lîh. – gotaleidoAWB m. n-
St., nur bei O: ‚Gottverhaßter; antichristus
(vgl. mhd. gotleit adj.; aisl. goð[um]leiðr adj.).
Das Komp. ist mit dem Fortsetzer des indivi-
dualisierenden Suffixes urgerm. *-an- in der
Funktion eines Nomen agentis gebildet. S. got,
leid. – got(a)lîhAWB adj., im Abr 1,226,32 (Ra).
747,60 (12. Jh.). vielleicht 296,49 (9. Jh.) und
1,747,60 (12. Jh.), im I, BaB, GBG III, MGB,
AGB, BGB III, HHö, bei N, Nps, Npg: ‚gött-
lich; deus (= gotlîh fater), deo proximus, divi-
nus, iustitia (= gotalîchaz urteil), sacer
(mhd.
gote-, göte-, got-, götlich, nhd. göttlich; mndd.
gȫdelīk, götlīk; mndl. godelijk; afries. godelik;
ae. godlic deificus; aisl. goð-, guðligr divi-
nus
). Desubst. Ableitung (s. Schmid 1998:
240 f. 544). S. got, -lîh. – gigotalîchenAWB sw. v. I,
nur Npw: ‚vergöttlichen‘. Faktitives Verb mit
adj. Basis. S. gi-, gotalîh. – got(a)lîchî(n)AWB f. īn-
St., I, Nps, Npw: ‚Göttlichkeit, Gottheit; divi-
nus (= almahtîg gotlîchî)‘
. S. gotalîh. – gotalîchogo
talîchoAWB
adv., WH: ‚von Gott, durch göttliche
Fügung; divinitus
. S. got(a)lîh. – gotamahtAWB,
(oder konjiziert) gotesmaht f. i-St., NMC:
539 gotafor(a)htal – gotawebbiS540
‚göttliche Macht; numen. Determinativkomp.
mit subst. VG und HG. S. got, maht. –
gotanawartariAWB m. ja-St., Npg: ‚einer, der Gott
anschaut [Israelit]; Israel (= videns deum)‘
.
Komp. mit dem Fortsetzer des lat. Lehnsuffi-
xes urgerm. *-ari̯a-. S. got, anawartôn. – Ahd.
Wb.
4, 357 ff.
365; Splett, Ahd. Wb. 1, 258.
297. 314. 315. 521. 581. 1067; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 484; Schützeichel6 137; Starck-
Wells 234. 819. 849; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 4, 5. 9 f.
3058 Zeichen · 162 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gotamaht

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    gotafor(a)htalAWB adj., in Gl. 1,806,5. 6. 7 (ab der 2. Hälfte des 10. Jh.s). 726,16 (12. Jh.) und bei O: ‚gottesfürchti…

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Cotta, M. (2026). „gotamaht". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gotamaht/ewa?formid=EWA98500
MLA
Cotta, Marcel. „gotamaht". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gotamaht/ewa?formid=EWA98500. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „gotamaht". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gotamaht/ewa?formid=EWA98500.
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gotamaht"},
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