Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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goszstein, m., effusorium, ausguszbecken in form eines ausgehöhlten steines. wohl zu gosz in der bed. 'eingusz' (s. 2gosse). daneben guszstein (teil 4, 1, 6, sp. 1224) und jüngeres gossenstein (in anlehnung an 1gosse 2 b, s. d.): goszstein Schottel hauptspr. (1663) 512; goszstein aquiminarium Stieler stammb. (1691) 2139; spül-stein, wasser-stein, gosz- o. gusz-stein Kramer t.-ital. 2 (1702) 949c; goszstein ist ein hohl ausgehauener stein, mit einem langen kupfernen oder blechernen canal und röhre, meistentheils vor dem küchen-fenster angemacht, worein die magd die spielig-gelte auszugieszen pfleget Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 677; gosse ein ort in der küche, wohin man das unreine wasser ausgiesset, wird auch sonsten der gusz genennet, und weil es meistens ein etwas ausgehöhlter stein ist, so heiszt es der goszstein Frisch t.-lat. (1741) 1, 361; giesz-stein, gosz-stein, gusz-stein Noel Chomel öcon. lex. (1750) 8, 383 s. v. rön-stein; gossenstein kurze steinerne rinne, welche am kopf viel gröszer, als am ende ist. man gebraucht dieselbe ... in küchen, waschhäusern, und dergleichen, da man sie dergestalt einmauert, dasz der kopf in der küche, das ende aber auszerhalb der mauer auf die gasse hervorraget Voch allg. baulex. (1781) 126b; gossstein ein ausgehöhlter stein Helfft wb. d. landbaukunst (1836) 158; goszstein, auch guszstein, schüttstein genannt Mothes ill. baulex. 2 (1882) 485b; gossenstein, gossstein, wasserstein Hoyer-Kreuter technol. wb. (1902) 1, 308; der gossenstein sollte allerdings ein stein von solchen sein, die eine gosse bilden, hat aber gewöhnlich die bedeutung des ausgusssteins für die küchenabwässer Schönermark-Stüber hochbaulex. (1902) 477: o hätte denn ein solcher ... zu fressen, ... was sie muthwillig hat verderben lassen, oder auff den goszstein geschüttet Schupp schr. (1663) 341; die kupferne rinne zum goszstein darff auch flickens, weil sie ausleufft Jac. Thomasius aufzeichn. 63 Sachse; (ich bemerkte) wie architektonisch klug anrichte, gossenstein, topf- und tellerbretter angebracht seien Göthe I 33, 109 W.; da kam eine weisse ente zum gossenstein in die küche geschwommen br. Grimm kinder- u. hausmärchen (1812) 2, 257; der brummer zupfte die flieg' am bein und warf sie tief in den gossenstein Hoffmann v. Fallersleben ges. schr. (1890) 2, 275; eigentlich hat sie nur die rosinen in den gossenstein geworfen Fr. Huch ges. w. (1925) 1, 61. —
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschgoszsteinm.
Grimm (DWB, 1854–1961)
goszstein , m. , effusorium, ausguszbecken in form eines ausgehöhlten steines. wohl zu gosz in der bed. ' eingusz ' ( s.…
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Cotta, M. (2026). „goszstein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goszstein/dwb?formid=G22595
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Cotta, Marcel. „goszstein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goszstein/dwb?formid=G22595. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „goszstein". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goszstein/dwb?formid=G22595.
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