goldreich,
adj. , '
reich an gold'. 11)
von ländern, gegenden, gebirgen mit goldhaltigem gestein: poten wurden schier gesant in das goltreiche land (
Tarsis) Hrinrich v. Neustadt
Apollonius 13588
S.; ausz dem folget die unmügligkeit, das alle menschen ein kranckheit haben mögen, als wenig alle geschlecht der erden goldtreich sein mögen Paracelsus
chirurg. bücher u. schr. (1618) 260; warum die andere bäume nicht ebener massen, welche an gold- und silberreichen orten stehen, gleich jenen würcken J. Prätorius
d. abent. glückstopf (1669) 119; Alexander von Macedonien kam einst in eine entlegene goldreiche provinz von Afrika Herder 26, 359
S.; die den Römern dieser zeit geläufige meinung, dasz Gallien eines der goldreichsten länder ... sei, wird freilich widerlegt Mommsen
röm. gesch. 3 (
41866) 219. 22)
von goldhaltigen erzen: wie auch die genge in warmen landen gemeinigklich goldreicher sein Mathesius
Sarepta (1571) 55
b; denn auch das aller invention reichste ... talent gleichet nur einer rohen gold- und silberreichen schlacken Heinichen
generalbasz (1728) 23;
vgl. M. Kramer
teutsch-ital. 2 (1702) 303
b. 33)
von goldführenden flüssen: Bachus heyszt in (
Midas) inn dem flusz Pactalon sich baden; der flusz empfocht die krafft, so dasz er noch sidher gantz goldtreich blieben Wickram
w. 8, 90
Bolte; Hannibal ... kam ... zuo streit bei dem goldreichen wasser Tagus genant Carbach
Livius (1551) 106
b; dem bach, darin sich Charis tauchet, dem auch Pactol nicht ist zu gleichen, der ihm nicht kan das wasser reichen, ob man ihn noch so goldreich schätzt Morhof
unterr. v. d. dt. spr. (1682) 2, 66; der goldreiche Tagus flosz traurig von leichen und von asche geschwollen Cronegk
schr. (1766) 2, 73. 44)
von reichen, gold und schätze besitzenden menschen: wie er (
Midas) nun stein- und goldreich ist, will er zu tische sitzen Mathesius
ausgew. w. 4, 108
Loesche; beliebt auch einer euch, der etwas ist betaget, doch keine schwachheit klaget, gold-, geld- und güterreich?
Venusgärtlein 59
ndr.; des Odysseus gastfreundschaft mit ... dem könige der goldreichen und üppigen Fäaken J. H. Voss
antisymb. (1824) 2, 236; goldreich werd ich nie, desto reicher an vertrauen und einflusz auf die gemüther Göthe IV 5, 326
W.; auch die Alemannen waren ein goldreiches volk, bis der Cäsar ihnen das land verwüstet hat G. Freytag
ges. w. 8 (1887) 125. 55)
reich an goldschmuck und schätzen, von städten und gebäuden: in Rom seynd 3000 kirchen, und ... die meiste so schön und goldreich, dasz sich die ... ausländer nicht genugsam können verwunderen Abr. a
s. Clara
etwas f. alle (1699) 1, 263; zu Mykenä war ... Agamemnons goldreiches haus K. O. Müller
d. Dorier (1824) 1, 78. 66)
übertragen und bildlich: je mehr man seinem thun und wesen recht nachdencket, jemehr ruhm findet man, und jemehr reichtumb schencket die tieffin seines leibs und geists goldreichen grunds Weckherlin
ged. 2, 278
Fischer; todschnitter reit't durchs ernteland ... goldreiche frucht fällt seinem schnitt, und fallen viel grünende halme mit
Liller kr.-ztg., ausl. (1915) 2, 112. —