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Goldlack

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Goldlack

Goldlack

Gold n. Die gemeingerm. Bezeichnung des gelbglänzenden, in der Natur stets gediegen vorkommenden Edelmetalls ahd. gold (8. Jh.), mhd. mnd. golt, asächs. afries. aengl. engl. gold, mnl. gout, nl. goud, anord. gull, goll, schwed. dän. guld, got. gulþ (germ. *gulþa-) führt auf schwundstufiges ie. *g̑hḷtom, während die verwandten Formen lett. zelts, aslaw. zlato, russ. zóloto (золото), poln. złoto ‘Gold’, ostlit. žel̃tas ‘golden, goldgelb, blond’ ie. *g̑heltom, *g̑holtom voraussetzen, sämtlich Bildungen zu der unter gelb (s. d.) aufgeführten, weitverzweigten Wurzel ie. *g̑hel(ə)- ‘glänzen, schimmern’, in Farbbezeichnungen besonders ‘gelb, grün’, zu der auch aind. híraṇyam, awest. zaranya- ‘Gold’ gehören. Die Bezeichnung ist daher als ‘das Gelbschimmernde’ zu deuten. – golden Adj. ‘aus Gold bestehend, hergestellt, goldfarben, schön, wertvoll’. Neben dieser heute allein üblichen, doch vereinzelt schon spätmhd. bezeugten und an das Substantiv Gold angeglichenen Form steht (bis Anfang 19. Jh.) älteres gulden und umgelautetes gülden; vgl. ahd. (um 800), mhd. asächs. mnd. guldīn. vergolden Vb. ‘mit einer dünnen Schicht Gold überziehen, verschönen, angenehm, glücklich machen’; entsprechend dem Adjektiv golden setzt sich auch beim Verb die an das Substantiv angeglichene Form vergolden erst spät durch; mhd. vergulden, daneben vereinzelt auch schon vergolden; lange miteinander konkurrierend vergulden und vergülden. goldig Adj. ‘wie Gold glänzend’, heute vor allem in übertragenem Sinne ‘reizend, lieb, nett’ (um 1700), in der älteren Bergmannssprache ‘goldhaltig’ (16. Jh.). Goldfisch m. goldglänzender Zierfisch, ‘Goldkarausche’, in Wörterbüchern seit dem 15. Jh. gebucht. Goldkäfer m. goldgrüner, metallisch glänzender Käfer (15. Jh.). Goldlack m. halbstrauchartiger Kreuzblütler mit wohlriechenden goldgelben bis dunkelbraunen Blüten (18. Jh.). Goldwaage f. ‘Feinwaage für Edelmetall’ (14. Jh.), oft in der Wendung ein Wort, Worte auf die Goldwaage legen ‘das Gesagte genau prüfen, übergenau nehmen’ (seit frühnhd. Zeit).
2034 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gold-Lack

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Gold-Lack , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e. 1) Ein goldfarbener Lack-Firniß. 2) Eine Art Blumen, welche de…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Goldlack

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Goldlack , Pflanzengattung, s. Cheiranthus .

  3. modern
    Dialekt
    Goldlackm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Goldlack m. Gartenblume, cheiranthus cheiri; -laak Gü Zep ; -lacken H. Schröd. Garw 83; Gollaken Rehm Joch. 64; Gölligen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldlack

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von goldlack 2 Komponenten

gold+lack

goldlack setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goldlack‑ als Erstglied (2 von 2)

goldlackiert

DWB

goldlackiert , part. adj. , mit goldfarbenem lack angestrichen: die goldlakirte staatskarosse, sammt jener bunten leutchen trosse, sammt jen…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goldlack". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldlack/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „goldlack". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldlack/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goldlack". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldlack/pfeifer_etym.
BibTeX
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