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gösch

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
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3

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gösch f.

Bd. 8, Sp. 971
[]gösch, f., 'kleine viereckige flagge, bugflagge'. aus gleichbed. nl. geus, f.; der auslaut zeigt einwirkung des nl. diminutivs geusje (mit palatalisiertem s), wie auch der endgültigen dt. form diminutivformen vorausgehen (s. unten). die herleitung des nl. wortes vom namen der wassergeusen ist nicht gesichert (vgl. woordenb. d. nederl. taal 4, 1883); engl. jack in den bed. 'kerl' und 'bugflagge' (vgl. Kluge-Götze [1951] 275a) kommt als parallele zu einem solchen ansatz nicht in betracht, da jack in letzterer bedeutung dunklen ursprungs und wohl eher in diminutivem sinne aufzufassen ist (verkürzt aus dem kompositum jack-flag 'kleine flagge', vgl. Murray 5, 536a u. 534c). das wort erscheint dt. zuerst als göschung: ebener massen (bezeigten) auch die alhier liegende englische, holländische und Hamburger schiffe, mit wehung ihrer flaggen und göschung zu halber stengen ihre condolentz traurige ztg. aus Cadix (1683) bei Kluge seemannsspr. 324. dann, in deutlichen lehnformen: des tages läst man das geesge hinten von der campagne wehen d. geöffnete seehafen (1702) 7; das geusje, oder die von der boegspriet abwehende kleine flagge ebda 33; wann nun der admiral den andern schiffen etwas kund machen ... will, ... so wird an das fall ein geusgen oder wimpel festgemacht ebda 94. lexikalisch gebucht seit 1751: geusge sind in der see-fahrt die von dem bogspriet abwehende flaggen Noel Chomel öconom. lex. 4 (1751) 1030; Eggers kriegslex. (1757) 1, 1048; gosche Jacobsson technol. wb. 5 (1793) 722b s. v. goschestock; gösch Röding allg. wb. d. marine (1793) 1, 665; der gösch Bobrik naut wb. (1850) 318b. in allgemeinen wbb. seit Soltau: die gösch, gösche 'eine kleine viereckige flagge vorn auf der spitze des bugspriets oder des klüverbaums' beiträge (1806) 33a; Campe 2 (1808) 424b. seit der mitte des 19. jhs. stimmte die gösch der deutschen reichsflotte heraldisch mit dem oberen felde (am stock) der kriegsflagge überein (vgl. R. Siegel die flagge [1912] 236 ff.); da dieses feld sehr hervorstach und wie eine abbildung der gösch auf der flagge wirkte, konnte es leicht selbst als gösch bezeichnet werden: aus der verwendung des oberecks der kriegsflagge als gösch ist in Deutschland die an und für sich falsche bezeichnung gösch für das obereck der jetzigen deutschen kriegs- und handelsflagge entstanden d. gr. Brockhaus 7 (1930) 504b. —
2392 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    GöschDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Gösch oder

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gösch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gösch ( Bugflagge ), von Kriegsschiffen und Postdampfern im Bug oder auf dem Bugspriet geführte kleine Flagge (s. d., S.…

  3. modern
    Dialekt
    Gösch

    Rheinisches Wb.

    Gösch fršəgš Altk-Crottorf Sg. t. m.: Froschlaich.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goesch

20 Bildungen · 13 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von goesch 2 Komponenten

go+sch

goesch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

goesch‑ als Erstglied (13 von 13)

göschchen

DWB

goesch·chen

göschchen , n. , diminutiv ( kosewort ) von gosche: Regel Ruhla 198 ; Schröer maa. d. ungr. berglandes 55 ; göschichen (mäulichen) Zesen ver…

Göschel

Meyers

go·schel

Göschel , Karl Friedrich , orthodoxer Philosoph der Hegelschen Schule, geb. 7. Okt. 1781 in Langensalza, gest. 22. Sept. 1861 in Naumburg, s…

Göschele

ElsWB

goesch·ele

Göschele , Göschel [Kèələ Sier. Lutterb. M. Horbg. Ingw. ] n. 1. Mäulchen: das het e G. das Kind redet gern. ‘D’ drei höchste Namme hücht m…

göschel, guschel

DWB

goeschel·guschel

göschlein , göschel, guschel , n. , diminutiv ( meist kosewort ) von gosche. im ostmd. auch ' kusz ', s. DWB guschel teil 4, 1, 6, sp. 1196.…

Göschenen

Meyers

goesch·enen

Göschenen ( Geschenen, Göschinen, Casinotta ), Dorf im schweiz. Kanton Uri, 1100 m ü. M., an der Reuß unterhalb der Schöllenen und des nördl…

Göschen, O. v

DWBQVZ

Göschen, O. v. s. statuten, die goslarischen.

göschgast

DWB

goesch·gast

göschgast , m. : der matrose, welcher dieselbe (= die gösch ) in verwahrung hat, wird der göschgast genannt Röding allg. wb. d. marine (1793…

göschhalter

DWB

goesch·halter

göschhalter , m. : eiserner halter am bugspriet oder am steven für den göschstock ( s. d. ) Stenzel dt. seemänn. wb. (1904) 150 b . —

göschknopf

DWB

goesch·knopf

göschknopf , m. : der flaggenknopf am göschstock Stenzel a. a. o. 150 b . —

göschstock

DWB

goesch·stock

göschstock , m. : göschestock die flaggenstange, von der kleinen flagge, die daselbst wehet, und die man gosche nennt Jacobsson technol. wb.…

goesch als Zweitglied (4 von 4)

Gegösch

RhWB

Ge-gösch jəjyš MüEif , Schleid-Hellenth Sg. t. n.: dass. u. froschlaichähnliches Gebilde.

Ableitungen von goesch (3 von 3)

begöschen

Pfeifer_etym

Gössel n. nd. ‘Gänseküken’, Deminutivum (18. Jh., doch wohl älter) von mnd. nd. Gōs (s. Gans). An nd. Göske ‘Gänschen’ schließt sich an nd. …

Gegösch

RhWB

Ge-gösch jəjyš MüEif , Schleid-Hellenth Sg. t. n.: dass. u. froschlaichähnliches Gebilde.

gösche

DWB

gösche , f. , weiszer gänsefusz, chenopodium album L.: Danneil plattdt. wb. 68 a ; Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 935 .