Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Gobelin m.
Gobelin m.
Gobelin m. ‘Wandteppich, Wandbehang mit kunstvoll eingewirkten Bildern’. Ende des 18. Jhs. wird Gobelins (Plur.) im Dt. als Bezeichnung für kostbare gewirkte Bildtapeten, namentlich für die Erzeugnisse der Pariser Manufacture des Gobelins, üblich. Dieses Unternehmen, seit dem 17. Jh. königliche Manufaktur, führt den Namen seiner Begründer, der bereits im 15. Jh. bekannten Färberfamilie Gobelin, weiter. Im Dt. wird der Eigenname als Warenbenennung aufgefaßt, so daß Mitte des 19. Jhs. dazu ein dt. Singular Gobelin ‘Wandteppich mit eingewirkten Figuren’ gebildet werden kann. Das Appellativum frz. gobelin m. ist dagegen erst Ende des 19. Jhs. in Gebrauch.