Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gnadenauge n.
gnadenauge , n. : bildlich für gottes gnädiges erbarmen gegenüber sünde und not. wie gnadenangesicht, -antlitz häufig in der barockdichtung: wer offenherzig frei in demuht einher tritt, hat glaubiges vertrauen, den will der lebensfürst mit gnadenaugen schauen Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch (1647) 26 ; er kann sich nicht genug demüthigen, dasz gott so ein gnadenaug auf ihn, den sünder hat Ph. D. Burk evangelienpost. (1774) 2, 106 . auch für das erbarmen und wohlwollen des herrschers: ( gnade und güte ist ) das mittel, durch das sich ein fürst vergöttern kan, wenn er verbrechen sieht mit gn…