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glunken

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glunken vb.

Bd. 8, Sp. 473
glunken, vb., baumeln, hin und her schwanken; vom kleid: schlaff herabhängen; nicht nur in bedeutung und verbreitung, sondern auch in den verbalen und nominalen bildungen dem oben teil 4, 1, 4, sp. 5596 behandelten ablautenden glanken entsprechend: glunke hängender, baumelnder körper Martin-Lienhart elsäss. 1, 259; glunke baumelnde locke minnesinger 3, 289a v. d. Hagen; mit l-ableitung: glunkelen hängen, schwingen, baumeln, schlaff herabhängen Martin-L. a. a. o.; Fischer schwäb. 4, 510; glinkele ohrgehänge Martin-Lienhart a. a. o.; Fischer a. a. o.; in gleichem sinne glunkeler Hugo v. Trimberg renner v. 12602 E.; vgl. ferner: glunker, m., anhängsel Martin-Lienhart a. a. o.; glungger quaste, troddel Staub-Tobler 2, 635; klunker (glongər, glãõger u. s. w.) troddel, quaste, glockenschwengel Fischer schwäb. 4, 510; auszerdem unten glunkerer und glunkern und oben die reihe mit anlautendem kl- (klanken, klunker, subst., klunkern, vb.) sowie die teil 5, 952 angeführten bair. schlanken 'hangen und sich hin und her bewegen', götting. kankeln 'einen wackelnden gang haben', schwed. dial. kangla 'wackelnd und mit schwierigkeit gehen' (ähnliches bei Hellquist 296) und die von Staub-Tobler 2, 632; 634 angezogenen schweiz. gangglen, gungglen, schlänggen (bei denen aber gangen und schlingen hereinspielen wird); ferner mit labial statt des gutturales pampeln, bampeln (teil 7, 1421), plampe(l)n, blampen (teil 7, 1882), schlampe(l)n (teil 9, 438f.); Staub-Tobler 9, 556 f. alles dies deutet auf lautnachahmenden ursprung der sippe: da sie die hand herusz zoch, da glunketen ir die bein fornen und was kein fleisch daran Keisersberg brösamlin 2 (1517) 53b; (er hat) ine an der tortur oder wag also hertigklich peinigen lassen, dasz ime beede armen glunkend und unbreuchig worden bei Baumann bauernkrieg 1, 308; von der glocke 'schwach, aber ununterbrochen läuten, so dasz die glocken nur dann und wann anschlagen' Martin-Lienhart 1, 259; Staub-Tobler 2, 634: soll es aber ein wil weren, das man sie (die glocke) also losst gluncken, so vergot der ton ie me und me, bisz man sie gar nimme hört Keisersberg bilgerschaft (1512) 199b; so man in kilchspelen mit andern gloggen stürmbt und glungget, das bedeut fewrsnoth Baseler sturmordnung von 1549, s. Alemannia 15, 202; vgl. auch die historischen belege unter klunken bei Fischer schwäb. 4, 510; Schmeller-Fr. 1, 1335.
2415 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glunkenvb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    glunken , vb. , baumeln, hin und her schwanken; vom kleid: schlaff herabhängen; nicht nur in bedeutung und verbreitung, …

  2. modern
    Dialekt
    glunken

    Elsässisches Wb.

    glunke n [klùkə Olti bis Hüss. ] 1. schlaff herabhängen ( von einem weiten Kleide) Hi. 2. schwach, unterbrochen läuten,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glunken

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Zerlegung von glunken 2 Komponenten

glu+n+ken

glunken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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