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glockenturm

mhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glockenturm m.

Bd. 8, Sp. 186
glockenturm, glockturm, m., ein turm, der zur aufhängung von glocken dient, mhd. glock(en)turn, mnd. klocktorn. gewöhnlich 1) ein kirchturm: abt Uolrich und sin nachkomen (lieszen) ain nüw gotzhus sant Benedicten ordens mit kirchen, capellen, crützgengen, gloggentürn ... buwen chron. d. gotzhaus st. Gallen (1360-1490) in mitt. d. st. Gall. hist. ver. 2, 68. a) im zusammenhang mit dem kirchengebäude, s. Lueger 7, 87: dann mach man zu hinderst mitten an der kirchen ein gefierten starcken nidertrechtigen glockenthurn A. Dürer underricht z. bef. d. stett (1527) d 3b; die glockenthürn auff den kirchen Stumpf Schweizerchron. (1606) 338a; um so schlanker erhebt sich dagegen auf dem hauptgebäude der zinnengekrönte glockenturm H. Allmers marschenbuch 1/2, 290. b) 'bes. der nach italienischem brauch freistehende turm' Wasmuth lex. d. baukunst 2, 650; el campanile der glogturn de Lapi voc. (1479) b 6a; abgesondert von der kirche (steht), wie überall in Italien der glockenthurm des Marcus, der campanile H. Laube ges. schr. 8, 351. 2) selten von andern als von kirchtürmen: nu hörd, wy der von Mekilnborg gebuwet hatte dy Clockenborg, her liez eynen glocktorm tryben mit behender form und mit künsten meystirlich Ernst v. Kirchberg mecklenb. reimchr. 818 bei v. Westphalen mon. in edit. (1745) 4; das tor (zeigt) eine verzierung von kleinen steinernen glockentürmen, die an die entsprechenden bauwerke Chinas und Japans erinnern Ratzel völkerkde (1885) 3, 699. im sinne von 1 a und 2 auch das demin. glockentürmchen, n.: die vielen kleinen kirchen und capellen ... haben flache dächer, meist mit niedrigen glockenthürmchen Ritter erdkde (1822) 17, 465; auf manchem hause ragt nach salzburgischer sitte das glockenthürmchen Rosegger II 12, 70. glockentürmlein, n.: die graue hütte mit dem kleinen glockenthürmlein Stifter s. w. 5, 1, 255. —
1867 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    glockenturmst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    glockenturm , st. M. nhd. Glockenturm Hw.: s. glockhūs Q.: Kirchb (1378/1379) E.: s. glocke, turm W.: nhd. Glockenturm, …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glockenturmm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glockenturm , glockturm , m. , ein turm, der zur aufhängung von glocken dient, mhd. glock(en)turn, mnd. klocktorn. gewöh…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glockenturm

    Goethe-Wörterbuch

    Glockenturm -th- Turm zum Aufhängen der Glocken, einmal ‘eigentlicher G.’ wohl für den Turmaufsatz Die christliche Kirch…

  4. modern
    Dialekt
    Glockenturmm.

    Pfälzisches Wb.

    Glocken-turm m. : wie schd., -tuʳm, -toʳm, -doʳn, -ture, s. Turm [verbr.]. a. 1471: Holtz zum glocken torn ... gehörig […

  5. Spezial
    Glockenturm

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Glo|cken|turm m. (-[e]s, ...türme) ciampaní (-nis) m.

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Wortbildung

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Zerlegung von glockenturm 2 Komponenten

glocken+turm

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