Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
glinsôn
(12. Jh.):
‚glänzen; candere‘; wohl auch
glinsônAWB sw. v. II, nur Gl. 2,523,38 (13. Jh.):
‚(blechen) glinsondiv (zievla): (bracteolis)(Prud., Psych. 335). Die
crepitantia (lora)‘
freie Übersetzung wurde wohl durch den
Kontext beeinflußt: es handelt sich um einen
glänzenden Wagen mit blinkenden Juwelen
und goldenen Schmuckblättchen (bracteo-
lis), auf den man hingafft (inhiant); vgl. Ahd.
Wb. 4, 306; anders Graff 4, 565, Raven
1963–67: 2, 77 f. und Starck-Wells 336: eine
Verschreibung von klingisôn (s. d.). – Mhd.
glinsen
‚glühen, glimmen‘; mndd. glinsen
‚glänzen‘.